Lüneburger Heide zur Blütezeit
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Zau­ber­haf­te Land­schaf­ten in Nieder­sachsen


Wie mit offenen Augen zu träumen – so fühlt es sich an, wenn man durch die Lüneburger Heide spaziert. Mit den sanften Hügeln der Toskana wurde sie schon verglichen, mit kanadischen Herbstwäldern und der Weite afrikanischer Steppen. Aber man muss sich vor Ort selbst ein Bild machen, um den unvergleichlichen Zauber dieser Landschaft zu begreifen.Die wahrscheinlich schönsten Eindrücke entstehen im Hochsommer, wenn sich das violette Blütenmeer über die hügeligen Sandböden bis zum Horizont erstreckt. Auch die anderen Jahreszeiten stehen der Heide ausgezeichnet.

Sind Sie schon mal durch Wolken gelaufen?

Im Frühling legt sich die Wollgrasblüte weich und weiß über die Landschaft. Außerdem kann man den Kranichen beim Tanzen zuschauen und sein blaues Wunder erleben, wenn sich die männlichen Moorfrösche zur Paarungszeit verfärben um die Weibchen zu beeindrucken. Im Herbst schenkt die Heide ihren Gästen mit etwas Glück einen zweiten Sommer. Nämlich dann, wenn bei blauem Himmel und warmem Wind die Bäume langsam ihre Farbe wechseln. Und wer im Winter aus der grauen Großstadt flieht, den empfängt die Heide mit Stille und Morgennebel über den frostbedeckten Hügeln.

Will man die Heide zu Fuß erkunden, sei der Heidschnuckenweg empfohlen. Seinen niedlichen Namen verdankt er den besonderen Schafen, welche die Heide nachhaltiger und leiser pflegen als jeder Rasenmäher. Die Heide ist auch Heimat der Raubwürger, Neuntöter und Ziegenmelker. Klingt gruselig? Vielleicht entdecken Sie diese zierlichen Vögel ja bei einer Safari mit der Kutsche. Und wer lieber radelt, hat die Qual der Wahl: Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club hat die gesamte Heideregion Uelzen zertifiziert und dabei elf thematische Touren mit insgesamt rund 1.000 Kilometern Länge geprüft.

Geschützte Natur in der Lüneburger Heide

Damit die Heide mit ihrer faszinierenden Artenvielfalt geschützt und bewahrt wird, existieren auf über 100.000 Hektar drei Naturparke: Neben der Lüneburger Heide – der größten zusammenhängenden Heidefläche Mitteleuropas – warten auch die Naturparke Südheide und Elbhöhen-Wendland auf abenteuerlustige Erkundungen.

Kulinarisch gibt es in der Region ebenfalls viel zu entdecken und zu erschmecken: Zum Beispiel würzigen Heidschnuckenbraten mit leckeren Heidekartoffeln. Oder Sie nehmen sich ein Glas duftenden Heidehonig als Andenken fürs Frühstück mit nach Hause.

Und was macht man bei Regen? Bei Schietwetter hat die Heide zwar ihren ganz eigenen Charme, aber wer keine nassen Füße bekommen will, kann in einer der drei Thermen der Region im heißen Solewasser entspannen.

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