In die Pedale treten oder über Stock und Stein wandern?, © Fotolia.com
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FLACHLAND-GARANTIE! ODER: JE STEILER DESTO BESSER!?


Radtour ist nicht gleich Radtour. Während sie im weiten und von Mooren geprägten Emsland kilometerlang herrlich und ohne nennenswerte Steigungen dahinradeln können, geht es in Harz über Stock, Stein und echte Berge. Da schlagen Mountain-Biker-Herzen höher.

BUNT, NICHT BERGIG: DAS EMSLAND

Im Emsland erwartet den radelnden Reisenden eine abwechslungsreiche Landschaft voller Höhepunkte – und das ganz ohne anstrengendes Auf und Ab. Wiesen, Wälder, Wasser und Moore prägen die Landschaft direkt an der Grenze zu den Niederlanden. Eindrucksvolle Feuchtgebiete und Heideflächen sowie die typische Moorflora mit Wollgras und Sonnentau. Auf über 3.500 steigungsfreien Kilometern können sie die facettenreiche Region perfekt ausgeschildert im wahrsten Sinne des Wortes erfahren.

Die 395 km lange Emsland-Route zum Beispiel führt an allen Highlights der Region vorbei. Baudenkmäler wie Mühlen, Megalith-Gräber und Kirchen, idyllische Flusstäler, Schlösser und die alte Korn- und Hansestadt Haselünne.

Überregionale Radwanderwege wie der Ems-Radweg und die Rad-Route Dortmund-Ems-Kanal folgen dem Lauf des Flusses durch die Nordwestdeutsche Tiefebene in Richtung Nodsee. An ihrem Ufer liegen die historischen Altstädte von Meppen und Lingen, der Museumshafen Haren und die Meyer Werft in Papenburg.

Und natürlich ist mit rund 50 thematischen Tagestouren zwischen 15 und 80 km Länge auch für Sternfahrten rund um Ihr Urlaubsquartier für jeden etwas dabei. Ob es auf der Kult-Tour 37 km „immer der Hase nach“ geht, Sie auf 66 km alle Facetten des Moores kennenlernen, oder die Geschichts-Route Sie zu den Superlativen der emsländischen Historie führt – die Region ist ein Paradies für Radler.


STEIL BERGAUF: IM HARZ

Sie mögen’s etwas schweißtreibender? Dann heißt es: Ab aufs (Mountain-)Bike, um mit festen Waden die Harzer Berge zu bezwingen. Wer hier auf zwei Rädern unterwegs ist, muss ordentlich in die Pedale treten und Kette geben.

Der Harz ist das Biker-Eldorado nördlich der Donau. Wenn in den Städten im Sommer die Luft flirrt, ist die ideale Zeit zum Mountainbiken. Den wahren Zauber dieses nördlichsten deutschen Mittelgebirges erfahre sie ohnehin am besten mit der Hand an der Bremse und den Füßen auf den Pedalen, sagen die schlammbespritzten, behelmten jungen Typen am Fuße der Bike-Parks in Thale, Braunlage, Hahnenklee und Schulenberg.

Wer nicht nur Downhill-Fahren möchte, sondern gern ein bisschen mehr Strecke macht, findet im Harz zahlreiche Trails und Rundrouten, bei denen man auf vollkommene Stille, ursprüngliche Wildnis, schroffe Felsen und grandiose Ausblicke stößt, aber auch auf imposante Kulturdenkmale, verlassene Gemäuer und einzigartige Höhlen und Bergwerke sowie die Gräben und Teiche der historischen Oberharzer Wasserwirtschaft.

Wie wäre es zum Beispiel mit der 27 km langen Sieben-Teiche-Tour? Beginnen sie in Hahnenklee, können sie nach der gut zweistündigen Rundroute beglückt und geschafft dort im Waldschwimmbad wieder landen. Oder auf der knapp 16 km langen kleinen Mönchsrunde durch die Buchen- und Mischwälder des Südharzes? Ein gut ausgeschildertes Mountainbike-Netz mit 74 Rundstrecken auf 2.200 km Länge bietet für jeden sportlichen Geschmack etwas. Der anspruchsvolle Sportler wie der ambitionierte Genuss-Biker und Familien finden hier ein breites Angebot in einer abwechslungsreichen, faszinierenden Berglandschaft.

DA BIST DU PLATT!