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Moor

Nahrhaltiger Wärmeträger

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Massage mit Klangschalen
© TourismusMarketing Niedersachsen GmbH/ Peter Wattendorff

Massage mit Klangschalen

Geologisch gesehen handelt es sich um Torf. Dieser besteht aus Pflanzenresten, die sich über Jahrhunderte hinweg am Boden eines feuchten Sumpfgebiets angesammelt und aufgrund der Feuchtigkeit nicht vollständig abgebaut wurden. Bevor der Torf bzw. das Moor zur therapeutischen Anwendung kommt, muss es zunächst gestochen und dann aufbereitet werden. Im Zuge dieser Aufbereitung wird das organische Material zerkleinert und durch die Zugabe von Wasser zu einem zähen Brei gemischt. Vor der Anwendung wird dieser Brei dann erwärmt.

Torf hat die außergewöhnliche Eigenschaft, Wärme besonders lange speichern zu können und ist reich an Nährstoffen und Huminsäure. Durch den hohen Wärmeeinstrom in schlecht durchblutete Körperstellen wird eine stärkere Durchblutung der tiefer liegenden Muskelgruppen bewirkt. So werden Muskeln und Gelenke entspannt. Die Wärme regt den Stoffwechsel an und verbessert die Durchblutung. Huminsäuren im Torf wirken außerdem entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Anwendungsformen von Moor sind:

Natur-Moorbäder: Für ein Moorbad wird ein großer Bottich oder eine Wanne mit erwärmtem Torfbrei befüllt. In dieses bis über 40°C warme Moor setzt sich der Patient und taucht bis etwa zum Hals ein. Da das Moor die angenehme Wärme sehr lange speichert und gleichmäßig abgibt, kann sie für einen längeren Zeitraum auf die zu behandelnden Partien einwirken. Diese lange Wärmezufuhr regt unter anderem den Stoffwechsel an, beansprucht aber auch das Herz-Kreislaufsystem. Aus diesem Grund sollte im Anschluss an ein Moorbad unbedingt eine Ruhephase eingehalten werden. Bis zu zehn Stunden nach einem Bad hält die bessere Durchblutung an und wirkt sich positiv auf die Organe und das Stammhirn aus.

Natur-Moorpackungen: Der Torfbrei wird gezielt auf die zu behandelnden Körperteile aufgetragen. Durch die Beschränkung auf einzelne Körperteile ist eine höhere Temperierung des Torfbreis möglich. Moorpackungen können bis zu 48 Grad warm sein oder auch kalt angewendet werden. Sie sind angenehm und wirkungsvoll bei Beschwerden wie Rheuma, Osteoporose oder Arthrose. Vielfach werden auch in ihrer Wirkung von Natur-Moorpackungen abweichende Vliespackungen verabreicht.

Moorkneten: Warmes Moor wird mit den Händen kräftig geknetet, wodurch die Muskulatur in den Händen gestärkt und die Durchblutung angeregt wird.

Moortreten: Erwärmter oder unbehandelter Torf wird in große, flache Bottiche gefüllt, in denen man dann mit den Füßen watet. Durch die Auftriebskraft und die dämpfende Wirkung beim Treten werden die Gelenke trotz Belastung geschont, Muskeln werden durchblutet und gestärkt.

Moortrinkkur: Bei der eher seltenen Moortrinkkur wird frisches Wasser durch Torf geleitet und anschließend getrunken. Beim Durchleiten gibt Torf viele pflanzliche Wirkstoffe an das Wasser ab, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Eine Moortherapie wird insbesondere bei folgenden Krankheitsbildern empfohlen:

  • Muskelverspannungen
  • Schwächung des Bindegewebes
  • Durchblutungsstörungen
  • Stoffwechselstörungen
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Chronische Schmerzen des Bewegungsapparates (z.B. Rheuma, Ischias)
  • Frauenleiden
  • Harnwegserkrankungen
  • Hauterkrankungen und Schuppenflechten

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