Grün­kohl­for­schung an der Uni­ver­si­tät Ol­den­burg


Christoph Hahn ist Doktorand und schreibt derzeit seine Dissertation zum Thema Grünkohl. Beinah täglich steht er dafür mit einem weißen Kittel bekleidet im Labor. Hier trocknet er die gepflückten Grünkohlblätter, mahlt sie zu feinem Pulver und versetzt dieses anschließend mit einer wässrigen Alkohollösung. Aus dieser kann Christoph Hahn anschließend die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe extrahieren und untersuchen. Augenkrankheiten, hohe Cholesterinwerte, Verdauungsstörungen – bei all diesen gesundheitlichen Leiden kann das Kohlgemüse mit dem hohen Vitamin C-Gehalt helfen. „Ich vermute, dass es weltweit keinen anderen Forscher gibt, der Grünkohl in dieser Vielfalt und Bandbreite untersucht“, fasst er seine Arbeit zusammen.

Als gebürtiger Oldenburger liebt Christoph Hahn jedoch nicht nur die Erforschung, sondern auch den Geschmack von Grünkohl. Ob im Salat, auf der Pizza, im Smoothie oder als klassisches Grünkohlessen: Das Kohlgemüse kommt im Hause Hahn in jeder erdenklichen Form auf den Teller. Und um die Oldenburger zukünftig mit noch mehr leckerem Grünkohl zu versorgen, züchtet das Institut für Biologie und Umweltwissenschaften derzeit unter Christoph Hahns Leitung eine neue Grünkohlsorte. „Das soll dann Oldenburgs eigene Grünkohlsorte, die Oldenburger Palme werden“, sagt Christoph Hahn stolz und kann sich ein breites Lächeln nicht verkneifen. „Die Kohlpflanze soll möglichst viele gute Eigenschaften bestehender Sorten vereinen: gesund sein, gut schmecken, hübsch aussehen und leicht zu kultivieren sein.“