© Europäische Route der Backsteingotik

Back­stein­go­tik er­le­ben


Gemächlich fließt die Ilmenau durch die Stadt Lüneburg, am Kloster Lüne und dem alten Handelsplatz Bardowick vorbei zur Elbe. Doch der Fluss war über Jahrhunderte ein bedeutender Wasserweg. Auf ihm transportierte man das Salz, das in der Lüneburger Saline produziert wurde, nach Lübeck, um es im gesamten Ostseeraum zu handeln. Der Salzhandel brachte Wohlstand nach Lüneburg und in die Region. Von diesem Reichtum zeugen die mächtigen mittelalterlichen Bauten. Drei Backsteinkirchen bestimmen das Stadtbild, die fünfschiffige Hallenkirche St. Johannis, die dreischiffige ehemalige Klosterkirche St. Michaelis und die Backsteinbasilika St. Nikolai. Im ehemaligen Franziskanerkloster befindet sich seit 400 Jahren die Ratsbücherei. Das geschlossene Lüneburger Stadtensemble weist über 1000 unter Denkmalschutz stehende Gebäude auf, darunter zahlreiche beeindruckende Bürgerhäuser aus Backstein.

Der Rundkurs beginnt im Alten Hafen in Lüneburg und führt zunächst am linken Ilmenauufer, über den ehemaligen Treidelpfad, nach Bardowick. Der Nikolaihof, ein ehemaliges Leprosorium (Siechenhaus) sowie der imposante Dom sind Zeugen der gemeinsamen Geschichte des ehemaligen Handelsplatzes Bardowick und der alten Salzstadt Lüneburg. Nördlich von Bardowick verlässt der Weg die Ilmenauniederung und führt durch einen Wald zur Johanneskapelle in Adendorf. Von dort geht es schließlich zum Kloster Lüne, heute ein Damenstift. Nach rund 20 Kilometern schließt sich der Kreis der Lüneburger Tour zur Backsteingotik durch das reizvolle Ilmenautal.

Sehenswert in der Umgebung sind auch die anderen fünf Lüneburger Klöster – Ebstorf, Isenhagen, Medingen, Walsrode und Wienhausen – sowie die zahlreichen Gemeinden, die sich durch eine Vielfalt backsteingotischer Kirchen auszeichnen. Neben Adendorf zählen zu ihnen Barskamp, Betzendorf, Dahlenburg, Embsen, Lüdersburg, Neetze, Radegast, Scharnebeck und Thomasburg.