Das schwangere Haus in der Waagestraße


Das Büro des Waage-Meisters, in dem man die Maße und Gewichte gekaufter Waren überprüfen lassen konnte, gab der Waagestraße ihren Namen. In der Mitte der Straße, gegenüber dem Rathausgarten, steht ein Haus mit einer bauchigen Auswölbung. Diese mehrfach in der Stadt vorkommenden Erscheinungen werden von den Lüneburgern mit einem Augenzwinkern „schwangere Häuser“ genannt.

Jahrhunderte lang wurden die Backsteinhäuser mit Gipsmörtel gebaut, den die Lüneburger am Kalkberg-Massiv abgehauen, gemahlen und gebrannt hatten. Durch zu hohe Hitze im Gipsofen wurde dem Brenngut zu viel Feuchtigkeit entzogen und es somit „totgebrannt“. Der zu stark gebrannte Gips nahm die fehlende Feuchtigkeit im Laufe der Zeit auf und somit wölbte sich die Mauer nach außen.

Weitere Informationen zum Schwangeren Haus finden Sie Webseite der Lüneburger Heide.

Das schwangere Haus

Waagestraße
21335 Lüneburg