Seitennavigation

Radwanderweg Weites Land

Auf 140 km die Weite der norddeutschen Landschaft erfahren

Rundradweg Diese Tour ist geeignet für: Tourenrad geeignet für Tourenräder

Der rund 140 km lange Radwanderweg Weites Land entführt Sie in eine unverwechselbare norddeutsche Landschaft, die geprägt ist von zahlreichen Wasserläufen, weiträumig geschützten Überschwemmungs- und Feuchtgebieten, idyllischen Moordörfern und einer außergewöhnlichen Kultur- und Landschaftsgeschichte. Das Moor spielt eine wichtige Rolle. Seit der Kolonialisierung durch Jürgen Christian Findorff im 18. Jahrhundert und dem intensiven Torfabbau prägt es maßgeblich das Leben der Menschen. Bestehende Findorff-Siedlungen, Museen und Heimathäuser sind lebendige Zeugen dieser Zeiten. Heute werden große Teile des Moores renaturiert und bieten wieder Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Weiter geht der Weg durch saftige Auen sowie sanft wellige Geestlandschaft und über allem liegt ein besonderes Licht. Diese Lichtstimmung begeisterte schon vor über 100 Jahren Maler, die sich in den Künstlerdörfern Worpswede und Fischerhude niederließen. Nach wie vor sind das Teufelsmoor und die Künstlerdörfer Heimat für Kreative aus allen Bereichen. Der Radrundweg Weites Land gibt Ihnen einen wunderbaren Einblick in die Beson-derheiten und Eigenarten der Region Teufelsmoor.

Verlauf und Sehenswürdigkeiten

Erlebniswelt Wümme
Ursprünglich durchzog die Wümme als ein Netz von zahlreichen Wasserläufen die Niederung. Heute sind nur noch drei Arme des Flusses erhalten: der Nord-, Mittel- und Südarm. Die Wümmewiesen sind eine Auenlandschaft von europäischer Bedeutung: sie sind Heimat für eine Vielzahl von geschützten Pflanzen und Brutstätte für seltene Wiesenvögel. Während der großflächigen Überschwemmungen im Frühjahr und Herbst bietet sich hier ein beeindruckendes Naturschauspiel. Auf ihren langen Wanderungen machen Tausende von Kranichen, Schwänen und Watvögeln in den Wümmewiesen Rast und tanken Kraft für den Weiterflug.

Vegesack – der alte Hafen von Bremen
Als die großen Handelsschiffe wegen der zunehmenden Versandung der Weser nicht mehr bis zur Schlachte in der Bremer Altstadt fahren konnten, wurde im 17. Jahrhundert der Hafen Vegesack gebaut. Als erster künstlicher Flusshafen Deutschlands war Vegesack Ausgangspunkt für Walfänger auf dem Weg nach Grönland. Im Hafen von Vegesack liegen heute noch alte Traditionsschiffe und auch das bekannte Schulschiff Deutschland. Besonders sehenswert ist der Vegesacker Stadtgarten, das Schloss Schönebeck, die Ökologiestation Schönebeck und der Speicher der ehemaligen Lange’schen Werft.

Burglesum
Burglesum erstreckt sich rechts und links der Lesum, die bei Vegesack in die Weser fließt. Eine Mischung aus städtischen und ländlichen Einflüssen gibt dem Stadtteil eine ganz eigene, aber immer noch dörfliche Atmosphäre. Das grüne Zentrum und das attraktive Lesumufer laden zum Rasten ein. Der Radweg führt außerdem am Werderland entlang, einem Grünland, das größtenteils unter Naturschutz steht. Mit ein bisschen Glück zeigt sich hier der seltene Eisvogel.

Ritterhude
Die Gemeinde Ritterhude liegt eingebettet in eine idyllische Flusslandschaft, wo Hamme und Wümme sich zur Lesum vereinen, in direkter Nachbarschaft zur Hansestadt Bremen. Der Ort verbindet Tradition und Moderne miteinander; alte Hofstellen, stilvolle Häuser und moderne Wohnanlagen prägen das Ortsbild. Früher war Ritterhude ein zentraler Umschlagplatz für Torf auf der Strecke nach Bremen. Stolz sind die Ritterhuder auch auf ihre sechs Ries-Gebäude, welche die Gebrüder Ries Anfang des 20. Jahrhunderts ihrer Heimatstadt stifteten. Dazu gehört das Rathaus, das ebenso wie das Ritterhuder Veranstaltungszentrum zu Kulturveranstaltungen einlädt. Besonders lohnenswert ist eine Torfkahnfahrt mit dem nachgebauten Hunt Torfkahn „Ritterhude“ oder ein Besuch beim Hammefest. Sehenswert sind außerdem die Ritterhuder Schleuse und die Ritterhuder Mühle.

Bremer Schweiz
Das liebliche Geestland der Bremer Schweiz ist ein beliebtes Erholungsgebiet für die Menschen aus Bremen und Umgebung. Im Gegensatz zum platten Land von Marsch und Moor wird die Geest durch sanfte Hügel geformt. Weite Heideflächen, Orchideenwiesen, kühle Wälder und die Flussauen der Lesum bilden einen bunten Flickenteppich.

Osterholz-Scharmbeck
Die Kreisstadt liegt am Rande des Teufelsmoores und bietet einen gelungenen Mix aus kleinstädtischer Tradition und lebendiger Moderne.
Die Benediktinerinnenkirche „St. Marien“ aus dem 12. Jahrhundert war Ausgangspunkt für erste Hofstellen in dem einst unwirtlichen Teufelsmoor. Nahe dem idyllischen Klosterviertel liegt die Museumsanlage des Landkreises Osterholz mit ihrer einzigartigen Sammlung zur Vogelwelt Westeuropas. In dem hübschen kleinen Hafen mit Verbindung zur Hamme machten früher Torfkähne und Plattbodenschiffe fest. Heute starten von hier Torfkähne zu erleb-nisreichen Ausflügen auf der Hamme.

Hammeniederung
Die Hammeniederung, nordöstlich von Osterholz-Scharmbeck, ist ein von zahlreichen Gräben und Kanälen durchzogenes Naturschutzgebiet. Im Mittelpunkt liegt das „Breite Wasser“, ein Altwasser-See von besonderer Schönheit. In der Hammeniederung leben seltene Vogelarten wie z.B. Wiesenweihe, Bekassine, Uferschnepfe, Knäckente und Sumpfohreule. Ein Aussichtsturm gibt Ausflüglern die Möglichkeit, die Vögel in Ruhe „aus der Vogelperspektive“ zu beobachten.

Worpswede – das Künstlerdorf
Ursprünglich bestand Worpswede aus ein paar wenigen Hofstellen, die sich am Fuß des Weyerbergs angesiedelt hatten, dort, wo sich heute die Straße „Bauernreihe“ befindet. Hier gibt es einen gemütlichen Rastplatz, wo man das alte Worpswede in Ruhe auf sich wirken lassen kann. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde aus dem kleinen Moordorf ein Ort von besonderer Bedeutung. Angezogen von der außergewöhnlichen Atmosphäre und der wilden Schönheit des Teufelsmoores ließen sich die ersten Maler in Worpswede nieder, unter ihnen die junge Paula Becker (später Modersohn-Becker), Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Heinrich Vogeler. Weitere Künstler folgten und bis heute ist Worpswede ein Ort der Kreativität. Zahlreiche Galerien, Ateliers und Werkstätten prägen neben alten Bauernhöfen das Ortsbild. Künstlerbauten wie der Barkenhoff, die Käseglocke oder das Hoetger-Ensemble zeigen unterschiedliche Stilrichtungen der Architektur. In den Museen können die Werke der „alten Meister“ ebenso bewundert werden wie die Arbeiten zeitgenössischer Künstler. So lohnt sich zum Beispiel ein Besuch in der Worpsweder Kunsthalle, im Haus am Schluh, im Museum am Modersohn-Haus oder in einer der Galerien für zeitgenössische Kunst.
Worpswede ist aber auch ein Ort der Natur: Der rund 55 Meter hohe Weyerberg, höchste Erhebung im Teufelsmoor, birkengesäumte Straßen, die Weite des Himmels und das faszinieren Spiel von Lichtstimmungen und Wolken schaffen eine Landschaft, die heute wie damals die Besucher in ihren Bann zieht. Die Verschmelzung von Natur und Kunst ist es, die Worpswede so einzigartig macht.

Grasberg – die Findorff-Siedlung
Zu Grasberg gehört der Findorffhof, eine Hofanlage, wie sie im 19. jahrhundert typisch für die Gegend war. Heute ist diese Ansammlung verschiedener alter Fachwerkhäuser Museum und kulturelles Zentrum der Gemeinde.
Über die Region hinaus berühmt ist die Arp-Schnitger-Orgel von 1695 in der Findorffkirche. Sie ist eine der wenigen erhaltenen Barockorgeln des gleichnamigen Orgelbaumeisters und wird regelmäßig bei Konzerten bespielt.

Tarmstedt
Die Samtgemeinde Tarmstedt liegt am östlichen Geestrand des Teufelsmoors. Wälder und Wiesen, Moor und Geest, Äcker und Weiden kennzeichnen das Gesicht der Landschaft. Die Tarmstedter Messe hat weit über die Region hinaus Bedeutung und zieht alljährlich über 80.000 Besucher an.
Zum Erkunden und Erleben der Natur lädt der Moorpfad in Tarmstedt ein. Weitere Informationen rund um das Moor hält das Tarmstedter Heimatmuseum für Interessierte bereit. Das erste urgeschichtliche Steingrab ist in Steinfeld zu bestaunen. Sehenswert bei Buchholz sind vor allem ein seltener Ilexhain mit ca. 30 Bäumen sowie die 1.000-jährigen Kratteichen.

Lilienthal
Die Siedlungsgeschichte von Lilienthal geht bis auf das 8. Jahrhundert zurück. Damals wurden die ersten Wurten angelegt, künstliche Wohnhügel, auf denen die Hütten gebaut wurden, um sie vor Hochwasser zu schützen. 1232 wurde das Zisterzienserkloster „vallis liliorum“ mit der Klosterkirche St. Marien gegründet, das der heutigen Gemeinde seinen Namen gibt. Be-rühmtester Bürger ist der Astronom und Mondforscher Dr. Johann Hieronymus Schroeter, der im 18. Jahrhundert die damals größte Sternwarte Europas in Lilienthal errichtet hat. In Lilienthal findet sich außerdem das Niedersächsische Kutschenmuseum wo ein Besuch genauso lohnenswert ist wie im Schulmuseum, das Handwerksmuseum auf dem Lilienhof und der Lilienhof mit seinen zahlreichen Veranstaltungen im Allgemeinen.

St. Jürgensland
Das malerische St. Jürgensland zwischen Ritterhude und Lilienthal war ursprünglich geprägt von Marsch und Niedermoor. Doch bereits im 12. Jahrhundert begann die Eindeichung und Kultivierung des Landes. Geblieben sind die großen Überschwemmungen in der Winterzeit. Auf Sandwurten entstanden kleine Niederlassungen, so auch die schlichte kleine Kirche St. Jürgen, die dem Heiligen Georg im Land der Gräser gewidmet ist. Noch heute sind an der Außenmauer die Ringe zu sehen, an denen bei Hochwasser die Kähne der Gottesdienstbe-sucher festgemacht wurden.

Fischerhude
Eingebettet in eine fruchtbare Auenlandschaft und von den Armen der Wümme umflossen, liegt der kleine Ort Fischerhude. Urwüchsig mit altem Kopfsteinpflaster, hohen Eichen, mit verwitterten Holzstegen über zahlreichen Wassergräben und traditionellen Hofstellen ist Fischerhude ein Ort von besonderem Zauber. Dem konnte sich auch der bekannte Maler Otto Modersohn nicht entziehen, der sich 1908 in dem Bauern- und Fischerdorf niederließ und nach dem heute das Otto Modersohn Museum benannt ist. Weitere Künstler folgten. Beim Aufenthalt in Fischerhude lohnt sich ein Besucher in der Fischerhuder Galerie und im Heimathaus Irmintraut. Für Kunstinteressiert kann außerdem die Kunstschau in Buthmanns Hof von Interesse sein.

Borgfelder Wümmewiesen – seltene Auenlandschaft
Nordöstlich von Bremen, angrenzend an den Stadtteil Borgfeld, befindet sich das größte Na-turschutzgebiet der Hansestadt. Zusammen mit den benachbarten Fischerhuder Wümmewiesen sind die Borgfelder Wümmewiesen eine der letzten naturnahen Aueland-schaften Norddeutschlands. Ein Teil wird noch landwirtschaftlich (und unter strengen Auflagen) genutzt. Neben größeren Weideflächen gibt es aber auch ein Erlenwäldchen, Feucht-wiesen und eine Vielzahl an Tümpeln, Gräben und Röhrichten. Wasser und Land sind in den Wümmewiesen eng verwoben und bieten einen unvergleichlichen Lebensraum für seltene Vögel, Insekten und Pflanzen.

Bremen
Bremen ist eine Großstadt, aber geprägt von einer gemütlichen und maritimen Atmosphäre. Die Hansestadt an der Weser ist traditionell Standort für Handel und Seefahrt. Die Schlachte, früher Anlaufpunkt für die Hansekoggen, ist heute Bremens große Flaniermeile. Hier sitzt man in einem der vielen Cafés oder Bars und genießt den Blick auf die Weser. Lohnenswert ist auch ein Bummel durch die Altstadt und ein Besuch der bekanntesten Sehenswürdigkei-ten: Neben dem Marktplatz mit dem Alten Rathaus mit seiner prächtigen Weserrenaissance-Fassade und dem St. Petri Dom stehen die beiden Wahrzeichen der Stadt: die Roland-Statue und das Bronze-Denkmal der Bremer Stadtmusikanten. Die Böttcherstraße zeigt Kunst und Kultur im Roselius-Haus und im Paula-Modersohn-Becker-Museum und das Schnoorviertel mit seinen kleinen verwinkelten Gässchen ist Heimat für viele Künstler und Kunsthandwerker. Ein Besuch lohnt sich außerdem in der Kunsthalle, im Überseemuseum, in der Weserburg- Museum für moderne Kunst, im Flocke-Museum, im Universum Bremen und in der botanika im Rhododendron-Park.

Beschilderung

Der Streckenverlauf ist in beide Fahrtrichtungen beschildert und mit folgendem Logo gekennzeichnet:

 Radrundweg Weites Land Logo

 

 




Schwierigkeitsgrad und Streckencharakteristik

Der Radwanderweg Weites Land führt weitgehend abseits des Autoverkehrs über wenig be-fahrene Wirtschaftswege, Deichstraßen und Waldwege. Innerstädtisch und in den Ortszentren wird er über straßenbegleitende Radwege geführt. Die Route ist größtenteils asphaltiert, auf wenigen Abschnitten führt sie im Sinne einer naturnahen Routenführung über wasserge-bundene Decken bzw. Sandwege. Deshalb wird die Benutzung von Tourenrädern empfohlen, während schmale Rennradbereifung nicht durchgängig geeignet ist. Die Route ist über den gesamten Verlauf flach, ohne nennenswerte Steigungen, und daher auch für wenig geübte Radler, Senioren und Kinder sehr gut geeignet.

Unterwegs Übernachten

Entlang der Strecke des Radfernweges Weites Land können Sie in zahlreichen fahrradfreundlichen Unterkünften übernachten. Klicken Sie in die Karte, um sich die Gastgeber anzeigen zu lassen.

 

Weitere Informationen über den Radwanderweg Weites Land.

Kontaktdaten

Kulturland Teufelsmoor

Touristikagentur Teufelsmoor Worpswede Unterweser e.V.

Osterholzer Str. 23, 27711 Osterholz-Scharmbeck

Telefon: +49 (0) 4791 / 930481
Telefax: +49 (0) 4791 / 93011481

E-Mail schreiben: info@kulturland-teufelsmoor.de
Webseite besuchen:

Tourendaten DownloadTourendaten Download

Hier können Sie sich die Daten des Radwanderweges Weites Land als gpx-Datei für Ihr GPS-Gerät oder als kml-Datei zur Ansicht in Google-Earth downloaden.

Bus & BahnBus & Bahn

Der Hauptbahnhof der Hansestadt Bremen ist ein idealer Ausgangspunkt für das „Weite Land“. Wer an einem anderen Punkten starten möchte, kann seine Räder in den Zügen der Regio S-Bahn auf der Strecke zwischen Bremen und Bremerhaven-Lehe befördern und seinen Einstiegspunkt individuell wählen.

www.nordwestbahn.de

An Wochenenden und Feiertagen von Mai bis Oktober empfiehlt sich der historische „Moorexpress“, der an den Wochenenden ab Bremen ins Teufelsmoor fährt, als Kombinationsmöglichkeit. Die Reservierung der Fahrradmitnahme ist erforderlich.

www.moorexpress.net
 

Literaturhinweise und KartentippsLiteraturhinweise und Kartentipps

Spiralo-Radwanderkarte Weites Land - Bremen, Worpswede und das Teufelsmoor erfahren

6,95 €

ISBN 978-3-87073-481-7

Finden Sie Ihren Urlaub

Events, Unterkünfte und Angebote für Sie.