Neben dem Weltnaturerbe Wattenmeer steht die Weltkulturstätte Fagus-Werk in Alfeld auf der Welterbeliste. Die Fabrikanlage im Bauhausstil war der erste große Bau des jungen Architekten Walter Gropius. Im Hildesheimer Mariendom mit seinem Domschatz faszinieren die mächtige Bernwardstür und die Christussäule aus Bronze. Zum Welterbe zählt hier außerdem die St. Michaeliskirche mit ihrer bemalten Holzdecke, die den Stammbaum Jesu zeigt. Und schließlich lässt sich in Goslar die Pracht vergangener Jahrhunderte bewundern. Das mittelalterliche Städtchen im Harz war einst eine der bedeutendsten Handelsmetropolen und Machtzentren der deutschen Kaiser. Zusammen mit dem alten Bergwerk Rammelsberg sowie der Oberharzer Wasserwirtschaft steht Goslars Altstadt heute auf der Welterbeliste.
Niedersachsen beherbergt auch zwei UNESCO-Biosphärenreservate: Die Niedersächsische Elbtalaue ist Bestandteil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe. Und der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist gleichzeitig UNESCO-Biosphärenreservat. Diese großen Gebiete dienen als Modellregionen für zukunftsorientierte Entwicklung.
Zwei UNESCO-Geoparke laden dazu ein, auf den Spuren der Vergangenheit in Niedersachsen zu wandeln: der Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen und der Natur- und Geopark TERRA.vita bei Osnabrück.
Auch kulturelle Ausdrucksformen in Niedersachsen wie Traditionen, Bräuche, Musik, Tanz und Handwerkskünste, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, stehen unter dem Schutz der UNESCO.
Geschützt sind unter anderem die alten Techniken des Blaudrucks, den einige wenige Handwerksbetriebe wie in Einbeck noch praktizieren. Hameln ist für seine Sage vom Rattenfänger weltberühmt und Lingen feiert seit dem Mittelalter sein Kivelingsfest. Auch musikalisch kommen Sie in Niedersachsen auf Ihre Kosten: die Landeshauptstadt Hannover trägt zu Recht den Titel UNESCO City of Music.