Gegen das Vergessen: Literatur-Lesung am 24. Juli 2026
Anlass der Lesung: Die Erinnerung an den 20. Juli 1944, an das Stauffenberg-Attentat, den Widerstand gegen Hitler und den Versuch, das NS-Regime zu stürzen.
Hans Fallada schrieb seinen letzten Roman im Herbst 1946 in weniger als vier Wochen und wie im Fieber: Ein Berliner Ehepaar, zwei alte Leute, einfacher Herkunft, planen im Berlin der Nazi-Zeit ihren persönlichen Widerstand. Nachdem ihr Sohn im Krieg gefallen ist, wollen sie ein Zeichen setzen: Zwischen 1940 und 1942 schreiben Anna und Otto Quangel Postkarten, die sie in den Treppenhäusern großer Mietshäuser in ihrem Viertel auslegen. Darauf Texte wie z. B. „Der gemeine Soldat Hitler und seine Bande stürzen uns in der Abgrund…“ Jede neue Aktion bedeutete größte Gefahr, denn längst hatte die Gestapo die Quangels und ihr Umfeld im Visier. Die Schlinge zog sich zu.
Falladas Roman beruht auf einem wahren Schicksal, dem Widerstand der Eheleute Otto und Elise Hampel, aufgezeichnet in einer Gestapo-Akte. Otto und Elise Hampel wurden in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Fallada hatte per Zufall Einsicht in die Akte nehmen können und übernahm die Fakten als literarische Vorlage. Aus diesem bewegenden, erschütternden 700-Seiten Roman (ungekürzte Originalfassung) liest Martin Skoda drei zusammenhängende Kapitel.
In der Nazi-Zeit lebte Hans Fallada zurückgezogen als „unerwünschter Autor“ in Mecklenburg. 1945 siedelte er nach Berlin über, wo er 1947 starb. In seinem Vorwort zu „Jeder stirbt für sich allein“ vermerkte der Schriftsteller:….“es hat mir auch nicht gefallen, ein so düsteres Gemälde zu entwerfen, aber mehr Helligkeit hätte Lüge bedeutet.“
Die beiden Initiatoren dieser Lesungs-Reihe, Heidi Petermann und
Ekkehard Nau, sehen ihre Auswahl zur Erinnerungs-Kultur als
einen persönlichen Weckruf. Begleitet wird das Projekt „Gegen das Vergessen“ von der Bürgerstiftung Stadt und Schloss Bleckede und unterstützt von der Gosselk Stiftung.
Gegen das Vergessen
Eintritt: 12 Euro, Jugendliche bis 18 Jahren frei.
Hans Fallada schrieb seinen letzten Roman im Herbst 1946 in weniger als vier Wochen und wie im Fieber: Ein Berliner Ehepaar, zwei alte Leute, einfacher Herkunft, planen im Berlin der Nazi-Zeit ihren persönlichen Widerstand. Nachdem ihr Sohn im Krieg gefallen ist, wollen sie ein Zeichen setzen: Zwischen 1940 und 1942 schreiben Anna und Otto Quangel Postkarten, die sie in den Treppenhäusern großer Mietshäuser in ihrem Viertel auslegen. Darauf Texte wie z. B. „Der gemeine Soldat Hitler und seine Bande stürzen uns in der Abgrund…“ Jede neue Aktion bedeutete größte Gefahr, denn längst hatte die Gestapo die Quangels und ihr Umfeld im Visier. Die Schlinge zog sich zu.
Falladas Roman beruht auf einem wahren Schicksal, dem Widerstand der Eheleute Otto und Elise Hampel, aufgezeichnet in einer Gestapo-Akte. Otto und Elise Hampel wurden in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Fallada hatte per Zufall Einsicht in die Akte nehmen können und übernahm die Fakten als literarische Vorlage. Aus diesem bewegenden, erschütternden 700-Seiten Roman (ungekürzte Originalfassung) liest Martin Skoda drei zusammenhängende Kapitel.
In der Nazi-Zeit lebte Hans Fallada zurückgezogen als „unerwünschter Autor“ in Mecklenburg. 1945 siedelte er nach Berlin über, wo er 1947 starb. In seinem Vorwort zu „Jeder stirbt für sich allein“ vermerkte der Schriftsteller:….“es hat mir auch nicht gefallen, ein so düsteres Gemälde zu entwerfen, aber mehr Helligkeit hätte Lüge bedeutet.“
Die beiden Initiatoren dieser Lesungs-Reihe, Heidi Petermann und
Ekkehard Nau, sehen ihre Auswahl zur Erinnerungs-Kultur als
einen persönlichen Weckruf. Begleitet wird das Projekt „Gegen das Vergessen“ von der Bürgerstiftung Stadt und Schloss Bleckede und unterstützt von der Gosselk Stiftung.
Gegen das Vergessen
Eintritt: 12 Euro, Jugendliche bis 18 Jahren frei.
Gut zu wissen
Eignung
Schlechtwetterangebot
für jedes Wetter
Barrierefrei
Zielgruppe Jugendliche
Zielgruppe Erwachsene
Zielgruppe Senioren
für Gruppen
für Schulklassen
für Individualgäste
Lizenz (Stammdaten)
Flusslandschaft Elbe GmbH
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