Baha und die wilden Siebziger - Musical
Ein besonderes Musical – „Baha und die wilden Siebziger“. Mit 22 Akteur/innen auf der Bühne – Schauspiele/innen, Zeitzeug/innen, einem Frauenchor und Live-Band – bringt das Sanat Ensemble ein fast vergessenes Kapitel deutscher Geschichte zurück ins Rampenlicht.
Veranstalter ist der Fachdienst Kultur der Stadt Salzgitter in Kooperation mit der IG-Metall und dem Betriebsrat der Salzgitter Flachstahl.
Die Handlung bezieht ich auf ein tatsächliches Ereignis:
Ende August 1973 legten rund zehntausend „Gastarbeiter“ bei Ford in Köln spontan und „wild“ die Arbeit nieder, um gegen Entlassungen zu protestieren. Sie forderten gleichen Lohn für gleiche Arbeit unter menschenwürdigen Bedingungen. Die Kämpfer besetzten das Werksgelände. Tagsüber protestierten sie, nachts tanzten sie. Das war ein Tanz auf dem Rücken des Tigers. Der Streik wurde gewaltsam beendet. Ihr charismatischer Sprecher Baha Targün, der schwarzhaarige Cohn-Bendit der Gastarbeiter, wurde jedoch zur Kultfigur. Die deutsche Justiz rächte sich später bitterlich.
Anhand der Erzählungen alter Aktivist/innen, schrieb Nedim Hazar ein Musical über dieses einst legendäre Ereignis, als Denkmal für die erste Generation türkischer Migrant/innen. Denn sie haben nicht nur zum Wirtschaftswunder beigetragen. Sie waren auch Teil der Demokratiegeschichte Deutschlands nach dem Krieg. Baha und die wilden 70er erzählt vom Traum dieser Menschen von einem besseren Leben, von ihrer Sehnsucht nach der verlassenen Heimat und von ihrem Kampf um Anerkennung. Dabei wird das Publikum auf eine Zeitreise in ein Jahrzehnt des gesellschaftlichen Aufbruchs versetzt. Eine Reise zwischen Hotpants, Blumenkindern, Ford Transit, Blauer Bock und Mao-Bibel.
Live gespielt von einer Rockband, einem Streichertrio und türkischen Instrumentalisten, sind die Songs von internationalen Musicals aus der Zeit, wie „Hair“, „Anatevka“ und der Rockoper „Tommy“ inspiriert. Regisseur Tony Dunham ist Engländer und Nedim Hazar wuchs in den 70ern in Sydney auf. Die Musik ist zugleich brandaktuell und deutsch. Hazars Sohn, der Rapper Eko Fresh, schrieb den Titelsong „Eine Mark mehr für alle!“, der das Lebensgefühl vieler Gastarbeiter der 70er Jahre auf den Punkt bringt: „Du bist ein Niemand, mach mal weiter, immer am Fließband, Gastarbeiter.“
Gut zu wissen
Allgemeine Informationen
Barrierefreie Sanitäreinrichtungen
Garderobe
Verpflegung gegen Aufpreis
Eignung
Schlechtwetterangebot
für jedes Wetter
Barrierefrei
Zielgruppe Erwachsene
Zielgruppe Senioren
für Gruppen
für Individualgäste
Sprachkenntnisse
- Deutsch
Zahlungsmöglichkeiten
- Barzahlung vor Ort
Anreise & Parken
- Salzgitter-Lebenstedt besitzt einen eigenen Bahnhof, der über das Regionalbahnnetz direkt an Braunschweig (nächstgelegener ICE-Bahnhof) angeschlossen ist. Vom angrenzenden ZOB aus geht es bis zur Haltestelle "Fredenberg (Salzgitter), Schule". Anreise per PKW: Von der Autobahn A 39 die Abfahrt Salzgitter-Lichtenberg nehmen und dann den Ausschilderungen zum Salzgittersee/Eissporthalle/SCHULAULA/Stadion folgen. Kostenfreie Parkplätze gibt es am Stadionparkplatz und beim Schulzentrum. Auch direkt am Straßenrand des Hans-Böckler-Rings kann geparkt werden.Parken
Anzahl der Parkplätze 100 Behinderten-Parkplätze 4 Social Media
Preisinformationen
kostenpflichtig
Preis Erwachsener: 30,00 €
Einlass: 18.15 Uhr
Vorverkauf: 30 Euro (exklusive VVK-Gebühr)
keine Ermäßigungen
Der Saal ist bestuhlt. Freie Sitzplatzwahl.
Die Veranstaltungsstätte ist rollstuhlgerecht.
Die schwerbehinderte Person mit B im Ausweis zahlt den Normalpreis. Deren Begleitperson erhält freien Eintritt und benötigt kein eigenes Ticket.Lizenz (Stammdaten)
Tourist-Information Salzgitter


