Ausstellung: Farben – Strukturen – Formen
Matthias Waldeck
Seine Leidenschaft war bereits in jungen Jahren die Fotografie, als ihm die erste Kamera geschenkt wurde. So überrascht es nicht, dass er im späteren Berufsleben als Pressefotograf arbeitete.
Neben seinem fotografischen Tun ist er in diversen künstlerischen Bereichen unterwegs. Pflanzen, Landschaften und minimalistische Strukturen interessieren ihn. Strukturfotos beziehen sich auf seine Synästhesie.
Was ist das? Der Begriff Synästhesie kommt aus dem Griechischen und heißt Mitempfindung.
Es gibt verschiedene Formen von Synästhesien. Es ist ein neurologisches Phänomen, bei dem verschiedene Sinne miteinander verschmelzen, sodass ein Reiz automatisch eine Empfindung in einem anderen Sinnesbereich des Menschen auslöst. Man kann z.B. Töne hören und gleichzeitig Farben sehen, d.h. es werden ein Ton und ein Geräusch automatisch vor dem inneren Auge mit einer Farbe und Form verbunden.
So ist das auch bei Mathhias Waldeck. Es ist eben ein Farbenhören. Ein Teil seiner Fotos, Collagen und auch seine Malerei bestehen aus diesen Strukturen.
Martin Lichtmann
Seine Objekte beziehen sich auf Relikte und Fundstücke der Küstenregionen im Ostseeraum. Sie können Aufschlüsse über Dinge geben, die mit dem Thema Vergangenheit oder Vergänglichkeit zu tun haben: eine alte Fischreuse oder Wrackteile, Liegengebliebenes am Strand. Diese Dinge erzählen Geschichten oder haben auch mit alten Handwerkstraditionen zu tun. Es können aber auch Algen, Korallen oder andere Lebewesen unter Wasser sein, meint der in Heiligenhafen an der Ostseeküste lebende Künstler.
Martin Lichtmann versucht mit verschiedenen Tonmassen diese Geschichten in Formen umzusetzen. Dabei verwendet er keine Glasuren, da seine Objekte von sich aus überzeugen sollen. Die Unikate werden aus grobschamottierten Tonen geformt und hoch gebrannt.
www.martin-lichtmann.de






