TMN!, Nico Mußmann | CC0

Im Weserbergland erzählen sieben beeindruckende Schlösser von der Zeit vergangener Epochen. Majestätische Architektur trifft auf bewegende Geschichten, geheimnisvolle Mauern und historische Pracht. Eine faszinierende Reise zu Orten, an denen Vergangenheit bis heute lebendig bleibt.

Francesco Carovillano | CC0

Schloss Bückeburg vereint gleich zwei Besonderheiten: In Deutschlands einziger Fürstlichen Hofreitschule wird Reitkunst aus verschiedenen Epochen bei Auftritten und Seminaren lebendig. Seit 700 Jahren befindet sich das Schloss im Besitz der Fürstenfamilie Schaumburg-Lippe. Ein weiteres Highlight ist das weltweit größte private Mausoleum mit farbenprächtigen Mosaiken, eingebettet in eine imposante Parkanlage. Besuchermagnet in der Adventszeit: der alljährliche „Weihnachtszauber" beim Fürsten.

Francesco Carovillano | CC0

Mitten in einem englischen Landschaftsgarten mit seltenen Tulpenbäumen und Ajanfichten, liegt ein beeindruckendes Wasserschloss aus dem 16. Jahrhundert, das Schlosshotel Münchhausen. Selbst Zar Peter der Große staunte vor 300 Jahren, als er den Renaissancebau besuchte. Dieser einstige Fürstensitz hat nicht nur ein traumhaftes Ambiente und viel Geschichte zu bieten: Das Wasserschloss Münchhausen etwa bietet das ganze Jahr über kulinarische und kulturelle Events.

Ein Paar sitzt auf einer Steinmauer vor dem historischen Schlosshotel Münchhausen.
TMN!, Nico Mußmann | CC0

Das Museum Schloss Fürstenberg hingegen macht Porzellangeschichte aus 300 Jahren wieder lebendig. Sein Reiz liegt in der Verknüpfung von Damals und Heute: Auf der einen Seite das historische Weserrenaissance-Schloss an der Deutschen Märchenstraße, auf der anderen die moderne Manufaktur des Porzellans. Unter dem Motto “Sehen, erleben, begreifen” ist das Anfassen im Schlossmuseum an vielen Mitmach-Stationen ausdrücklich erlaubt, ebenso laden Workshops zur eigenen Kreation von Souvenirs aus „Weißem Gold“ ein.

Außenansicht
TMN!, Andreas Burmann Andreas Burmann Fotografie | CC0

Wer im Barockschloss Corvey aus dem Turm schaut, blickt direkt auf die Weser: Das frühere Kloster ist ein Museum und mit Schiffsanleger und Weinhaus ein tolles Erlebnis direkt am Weser-Radweg. Es gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Teutoburger Wald / Kulturkreis Höxter-Corvey gGmbH, D. Ketz | CC-BY-SA

Der welfischen Adelsfamilie von Klencke gehört Schloss Hämelschenburg – ein imposantes Rittergut der Weserrenaissance mit wertvoller Kunst und prunkvollem Garten. Warum nicht eine individuelle Führung buchen und die Gemälde und Rüstungen aus fünf Jahrhunderten ganz aus der Nähe betrachten?

Schloss Hämelschenburg
Schloss Hämelschenburg, Schloss Hämelschenburg | CC0

Schloss Pyrmont war erst eine bedeutende Festung und wurde im 18. Jahrhundert überbaut: Die Fürsten zu Waldeck und Pyrmont machten es zu ihrer barocken Sommerresidenz. Heute stellt die Schlossanlage den kulturellen Mittelpunkt des Kurortes Bad Pyrmont dar. Besonders die beiden Schlosshöfe sind beliebt für jede Form von Open-Air-Events. Und das „Kaffeehaus im Schloss” bietet einen tollen Blick auf den Palmengarten.

Schloss Bad Pyrmont
Günther Dächert , Museum im Schloss Bad Pyrmont | CC-BY

Mehr herrschaftliches Ambiente geht nicht: Schloss Bevern, ein Renaissancebauwerk aus dem 17. Jahrhundert, beherbergt heute ein Kulturzentrum, das mit Ausstellungen, Konzerten und Veranstaltungen Besucher anzieht. Neben klassischen Klavierabenden in der Kapelle und Theater-Vorstellungen im Innenhof, gibt es Themen- und Erlebnisführungen, die gleich mehrere Schlösser im Weserbergland anbieten.

Weserrenaissance Schloss Bevern
© Schloss Bevern, Schloss Bevern