Außenansicht Tiny House Friederike Land of Green
© Land of Green / Anni Vieth
Celine Machens, Social Media Managerin
Blog

Ei­ne Nacht im Ti­ny Hou­se in Nieder­sachsen


Auf ins Mikroabenteuer im Norden von Deutschland

In diesem Blogartikel nehme ich Sie mit auf eine kleine Abenteuerreise in den Norden von Niedersachsen! Vor ein paar Wochen hieß es für mich und meinen Freund: Raus aus dem Alltag und rein in die Natur. Dafür haben wir uns die Region zwischen Nordsee-Elbe und Weser ausgesucht. Erfahren Sie, wie wohltuend ein kleiner Wochenendtrip sein kann und wie es ist, in einem sogenannten Tiny House zu übernachten.

End­lich mal wie­der ein Aben­teu­er er­le­ben!


Lange genug haben wir die Wochenenden auf dem Sofa vor dem Fernseher verbracht. Jetzt ist endlich mal wieder Zeit, etwas Besonderes zu erleben. Schon am Freitagvormittag steigt die Vorfreude auf das, was am Wochenende auf uns zukommt: Spontan haben wir ein Tiny House im Land of Green mitten in der Natur bei Worpswede gebucht. Eine Nacht verbringen wir also im Wald - dort, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen.

Nach einem kurzen Arbeitstag - es ist schließlich Freitag - wird der Laptop zugeklappt, der Rucksack gepackt und die Katze noch schnell bei Freunden abgeliefert. Nun geht es los gen Norden, Richtung Teufelsmoor. So heißt die Region zwischen Hamburg und Bremen, die uns für die nächsten Tage in eine andere Welt entführen wird. Wir entscheiden uns spontan gegen die Autobahn und fahren durch kleine, hübsche Bauerndörfer in der Lüneburger Heide. Vorbei an Kühen auf grünen Weiden, Fachwerkhäusern und schönen Kopfsteinpflastergassen. Hier ist die Welt noch in Ordnung!

Überall auf der Fahrt begegnen uns am Straßenrand Schilder von Höfen und kleinen regionalen Bauern: Neben frischen Eiern und selbst angebauten Kartoffeln kann man hier, wenn man im Frühsommer durch die Region fährt, an jeder Ecke frischen Spargel kaufen. Spargel und Kartoffeln gedeihen auf dem sandigen Heideböden besonders gut. Kein Wunder, dass die Region Lüneburger Heide deutschlandweit das Nr. 1 Kartoffelanbaugebiet ist.

An­kom­men in der Na­tur


Angekommen im Land of Green holen wir uns gleich unseren Schlüssel aus der Schlüsselbox am Tiny House - wenn man nicht will, muss man hier niemanden begegnen und kann sich ganz auf sich konzentrieren. Wir haben uns für die Nacht das Tiny House Friederike gebucht. Wirklich hübsch steht es am Waldrand neben zwei anderen Tinys auf einer Lichtung. Etwas entfernt stehen noch weitere Hütten, ein Kiosk und sogar zwei Baumhäuser gibt es hier zum Übernachten. Außerdem kann man hier Fahrräder und Kanus leihen, an einer Feuerstelle zusammensitzen, es gibt eine Yogaplattform und sogar eine Sauna mitten im Wald mit Whirlpool! Wir laufen über den Platz und sind sofort begeistert von der Atmosphäre, die hier geschaffen wurde. Ein Paradies mitten im Wald! Jedes Tiny House ist für sich besonders und mit viel Liebe aus Holz gebaut. Es macht richtig Spaß, sich die kleinen Häuser von außen anzusehen. Manche haben einen Ofen, manche eine große Terrasse und wieder andere erinnern ein bisschen an den Wohnwagen von Peter Lustig. Wenn ich nur etwas handwerklich begabt wäre, würde ich sofort 1000 Ideen haben.

Übrigens: Wer gerne mal alle Tinys von innen sehen will, der besucht das Land of Green Resort am Besten am Tag der offenen Tür.

Un­ser Ti­ny Hou­se


Hier im Land of Green lebt man inmitten der Natur. Das spürt man auch beim Betreten unserer Frederike: Der Geruch von Holz, das sanfte Knatschen des Bodens unter den Füßen - fast alles ist hier aus Holz gebaut und es ist einfach nur gemütlich! Ich weiß auch nicht, warum einfaches Holz so eine Wirkung hat, aber wir fühlen uns sofort wohl. Wir nehmen alles genau unter die Lupe - ein bisschen wie das Gefühl, auf Klassenfahrt zu sein. Obwohl das ganze Haus nur so groß ist wie das Schlafzimmer in unserer Wohnung, haben wir alles, was wir benötigen. Die hochwertige und minimalistische Ausstattung lässt keine Wünsche offen - hier könnte man auch auf lange Zeit sich richtig wohlfühlen und sogar wohnen. Auch unsere Friederike hat einen kleinen Holzofen in der Ecke. Zum Glück ist es heute etwas kühler, sodass wir es uns am Abend schön gemütlich machen können. Wer mag, kann sein Feuerholz auch selbst hacken: Eine Axt steht draußen bereit und es macht tatsächlich sogar Spaß!

Auch das Badezimmer lässt bei uns keine Wünsche offen. Ein Waschbecken aus Stein, kuschelweiche Handtücher und sogar mit Fenster! Da kann unser weiß-gefliestes Standardbadezimmer zu Hause nicht mithalten! Alle, die es gewohnt sind, mit Zelt und Schlafsack auf einem Campingplatz zu übernachten, würden diese Art der Unterkunft wahrscheinlich als "Glamping" bezeichnen - aber ohne dabei abgehoben zu wirken. Die vielen Fenster machen das Haus schön hell und geben einem das Gefühl, mitten im Wald zu schlafen.

Zum Glück waren wir auf der Hinfahrt noch in den kleinen Hofläden einkaufen. Denn die Küchenzeile in unserem Tiny ist nicht zu unterschätzen! Die Küche ist auf kleinem Raum sogar besser ausgestattet als jede Studentenbude, die mir bisher untergekommen ist.

Nach dem Essen machen wir es uns auf dem Sofa vorm Ofen gemütlich und statt Fernsehen schauen wir aus dem Fenster in den Wald.

Die Ru­he des Wal­des


Bevor wir mit der Leiter in unsere kuschelige Bettetage klettern - im Tiny Friederike ist übrigens mit zwei Betten Platz für mindestens drei Personen - gehen wir noch eine Runde spazieren. Wir besuchen die Kühe auf der Weide nebenan, lauschen den Geräuschen des Waldes und gehen ein Stück an den Torfgräben entlang. Das ganze Gebiet heißt nicht nur Teufelsmoor - es ist auch Moor und daher mit vielen Gräben zur Entwässerung durchzogen. Der Waldboden ist hier so locker, dass es sich anfühlt, als würde man auf einem riesigen Trampolin stehen. Fühlt sich seltsam, aber gut an. Hier kann man bestimmt lange wandern, ohne dass einem die Füße wehtun!

Einige Bewohner anderer Tinys sitzen noch auf ihren Terrassen - wir kommen bei einem kühlen Bier ins Gespräch. Viele verbringen hier oft ihre freien Tage und Wochenenden. Die Ruhe tut einfach so gut - wie eine andere Welt abseits des Trubels der Großstadt.

Mit der Son­ne auf­wa­chen


Morgens werden wir geweckt von der Sonne und den Vögeln - guten Morgen Welt!

Das Frühstück, welches wir am Abend zuvor am Kiosk bestellt hatten, wartet schon auf uns. Auf der Terrasse sitzen, den Nebel über den Wiesen zusehen und einen Kaffee trinken - das ist echtes Urlaubsgefühl! Im Frühstückskorb sind neben dem Kaffee noch frisch gekochte Eier von eigenen Hühnern, Saft, Brötchen und eine Auswahl an Käse, Marmelade und Wurst. Es bleiben keine Wünsche offen! So könnte unserer Meinung nach jeder Tag starten.

Worps­we­de - das Künst­ler­dorf


Gestärkt vom Frühstück machen wir uns mit den Rädern auf den Weg nach Worpswede. Es dauert keine 15 Minuten, bis wir den Künstlerort erreicht haben. Warum die kleine Stadt auch als Künstlerort bezeichnet wird, wird uns schnell klar: Eine Villa ist schöner als die andere, überall gibt es kleine Boutiquen und Ateliers und sogar auf den Straßen und in den Gärten findet man Kunstwerke. Wir schlendern mit einer großen Kugel Eis durch die Straßen und entdecken an jeder Ecke etwas Neues. Einen Ausflug nach Worpswede können wir nur empfehlen.

Langsam heißt es wieder Abschied nehmen - wie schnell doch die Zeit verfliegt und wie schnell wir uns hier entspannen konnten! Auch wenn es jetzt wieder nach Hause geht, wir sind uns sicher, sobald der Alltag mal wieder Überhand gewinnt, machen wir uns wieder auf den Weg ins grüne Paradies!

Celine Machens, Social Media Managerin

Nach ihrem Studium an der Uni Bremen ist Celine froh wieder nach Hause zu kommen und ihr Hobby zum Beruf zu machen. "Mein Ziel ist es, Menschen vom Urlaub in Niedersachsen zu überzeugen, weil ich der Meinung bin, dass viele gar nicht wissen, wie schön es bei uns ist!". Im Niedersachsen-Blog schreibt Celine über ihre unterschiedlichen Urlaubserlebnisse - von Action bis Entspannung - von den Bergen bis ans Meer.