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UNESCO-Weltkulturerbe Goslar im Harz

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Peterstraße in Goslars Altstadt
© GOSLAR Marketing GmbH/Stefan Schiefer

Peterstraße in Goslars Altstadt

UNESCO-Weltkulturerbe Goslar   
                                                           
Das Erzbergwerk Rammelsberg und die Altstadt von Goslar wurden 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Im Jahr 2010 wurde auch die Oberharzer Wasserwirtschaft in die Liste des Kultur- und Naturerbes aufgenommen und erweitert damit die Welterbestätte "Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar". Eine eindrucksvolle Auszeichnung, die die Zeugnisse des Bergbaus und der Stadtgeschichte Goslars zu einem der wertvollsten Kulturdenkmäler Deutschlands macht.


Erzbergwerk Rammelsberg

Der Rammelsberg, an dem über 1000 Jahre Erz abgebaut wurde, ist eines der herausragendsten Industriedenkmäler Europas. Das Bergwerk, das 1988 stillgelegt wurde, ist heute ein Museum und Besucherbergwerk. Hier wird ein einmaliger Einblick in die Geschichte des Bergbaus von den Anfängen bis (fast) zur heutigen Zeit gegeben. Neben vier Museumshäusern bietet auch die Welt "unter Tage" ein besonderes Erlebnis.


Altstadt von Goslar     

Aufgrund ihres besonderen Erhaltungszustands mit über 1500 Fachwerkhäusern unterschiedlicher Epochen, die sich im Altstadtkern innerhalb der früheren Stadtmauer befinden, wurde auch die Altstadt Goslars von der UNESCO ausgezeichnet. Die reichhaltige Geschichte der Stadt lässt sich auf Schritt und Tritt erleben, zum Beispiel bei einem Bummel durch die engen kopfsteingepflasterten Gassen oder bei einer unterhaltsamen Stadtführung.


Oberharzer Wasserwirtschaft

Mit der Aufnahme in die Liste der Kultur- und Naturerbe würdigte das Komitee die Oberharzer Wasserwirtschaft als eines der weltweit größten vorindustriellen Energieversorgungssysteme.

Zisterziensermönche des Klosters Walkenried hatten im frühen 13. Jahrhundert erste Teich- und Grabensysteme konstruiert, Bergleute bauten sie über die Jahrhunderte weiter aus. Die technische Entwicklung des Bergbaus im Oberharz war Vorreiter in Europa. Der Begriff "Regal" bedeutet in diesem Zusammenhang ein königliches Hoheitsrecht: mit dem "Bergregal" verlieh der Landesherr das Recht, Bergbau zu betreiben und mit dem "Wasserregal" das zur Verfügung stehende Wasser dafür zu nutzen.

Die Welterbestätte "Oberharzer Wasserwirtschaft" besteht aus 107 historischen Teichen, 310 Kilometer Gräben und 31 Kilometer Wasserläufen. Die Wege an den Gräben sind bei Wanderern und Spaziergängern beliebt. Zur Welterbestätte gehören neben dem gotischen Zisterzienserkloster Walkenried auch die Grube Samson aus dem 16. Jahrhundert und drei kleine Schachtanlagen aus dem 19. Jahrhundert.

Die Oberharzer Wasserwirtschaft war vom Mittelalter bis ins Industriezeitalter der einzige Energielieferant für den Oberharzer Bergbau. Da es auf der Hochfläche keine Flüsse oder Bäche gab, sammelten die Bergleute über kilometerlange Grabensysteme Wasser in Speichern. Von dort wurde es zu den Bergwerken und Hütten geleitet, wo es unzählige Wasserräder über- und untertage antrieb. Damit gewannen die Bergleute Energie, um mit hölzernen Pumpen eingesickertes Wasser aus den Gruben zu befördern, um die Hütten zu betreiben und um Material zu transportieren.

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