Gehen Sie mit uns auf Zeitreise und erleben Sie Burgen und Schlösser, Ritter und edle Damen und Geschichte hautnah. Entdecken Sie die Geschichte der Hanse, folgen Sie den Spuren des weißen Goldes und finden Sie heraus, was sich hinter dem Fest der Kivelinge verbirgt.
Fachwerk in Niedersachsen
Von der Elbe ins Weserbergland oder in den Harz führen zwei Teile der Deutschen Fachwerkstraße in Niedersachsen. Sie lernen die Schauplätze jahrhundertealter Bräuche, Sagen und Mythen kennen. In den bis zu 1000 Jahren alten Innenstädten wird ein Querschnitt der Fachwerksarchitektur vom Mittelalter bis in die heutige Zeit gezeigt. Das Niedersächsische Fachwerk ist eine der drei deutschen Stilrichtungen und herrscht im gesamten niederdeutschen Raum vor.
Auf den Spuren früherer Braumeister und ihrer Biere in Goslar
Aus Goslar stammt das Harzer Urbier Gose und heißt, wie die Kaiserstadt, auch nach dem Flüsschen (Gose, lar = Lager an der Gose). Schon im Mittelalter war die Stadt für ihr gutes Bier berühmt und wurde im 14. Jahrhundert sogar bis nach Hamburg exportiert. Die "Gose" ist ein obergäriges Weizenbier und genauso wie das Kölner "Kölsch" eine eigene Biersorte. Vom 23. bis 24. April lädt das Goslarer Bierfest zum Genuss des eigens gebrauten Gosebiers zum Feiern bei Livemusik anlässlich des "Tags der Deutschen Biere" ein.
Der Begriff Romanik (auch: romanischer Stil, vorgotischer Stil) beschreibt eine kunstgeschichtliche Epoche in der Zeit zwischen etwa 1000 und 1200 nach Christus und ist die erste große europäische Kunstepoche seit dem Ende der Antike. Als typisches Erkennungsmerkmal romanischer Bauten gilt der Rundbogen, häufig in Verbindung mit wuchtigen Steinmassen. Die Stiftskirche zu Königslutter, heute allgemein Kaiserdom genannt, gehört zu den eindrucksvollsten romanischen Bauten in Niedersachsen. Am jeweils letzten Samstag im April, Mai und Juni finden hier die Kaiserlichen Lesenächte mit Mitternachtssuppe und Mummebier statt.
Über 1000 Jahre bestimmte das Salz die Geschichte der "Salzhauptstadt" Lüneburg und hat ihr Macht und Reichtum beschert. In der ehemaligen Saline befindet sich heute das Deutsche Salzmuseum. Hier wird die Bedeutung und Geschichte der Salzstadt Lüneburg wieder lebendig. Die Sülfmeister besaßen die Siederechte und Siedepfannen und wurden alljährlich neu eingesetzt. Mit den "Sülfmeistertagen" Anfang Oktober wird in der ganzen Stadt an die Bedeutung des "weißen Goldes" erinnert.
Nach Ansicht von Historikern und Archäologen war Stade schon vor der Verleihung der Stadtrechte und lange vor Hamburg einer bedeutendsten Handelsplätze im Norden. Im Mittelalter gehörte die Stadt der Handelsorganisation der Hanse an. Nachdem im 15. Jahrhundert der Hafen für die großen Schiffe zu klein wurde, gewann Hamburg immer mehr Macht. Die Verlegung des Hauptsitzes der englischen Tuchkaufleute nach Stade war die Rettung für die Stadt, führte aber im Folgenden zum Ausschluss Stades aus der Hanse. Erst 2009 wurde Stade wieder offiziell Hansestadt. Bei einer inszenierten Stadtführung unter dem Motto "Auf den Spuren der Hanse" werden rund 350 Jahre Hansegeschichte Stades unterhaltsam dargeboten.
Katharinenmarkt zu Hoya - eyn fürtrefflich Spectaculum
Auch in diesem Jahr können Sie sich in Hoya zurückversetzen lassen in längst vergangene Zeiten, als die Hoyaer Grafen noch regierten. Nunmehr zum 18. Male wird zwei Wochen vor Erntedank, am 18. und 19. September, in Hoya das Rad der Zeit um mehr als 575 Jahre zurückgedreht. Einen faszinierenden Blick in die Vergangenheit gestattet das Geschehen rund um den Zwergenbrunnen und die Grundschule: An über 40 Ständen geben u.a. Schmiede, Korbflechter, Zinngießer, Schneider, Kräuterkrämer und Quacksalber Einblick ins mittelalterliche Wirtschaftsleben. Auf dass niemanden der Hunger oder Durst zwicke bereiten die Meister der Zünfte auserlesen Speis nach überlieferten Rezepturen.
Ganz in Schwarz kommt er auf seinem temperamentvollen Ross angestürmt: Der dunkle Ritter der Finsternis will das Turnier partout gewinnen. Dabei ist ihm jedes Mittel recht... Im Bad Bentheimer Schlosspark schlagen vom 30. April bis zum 02. Mai 2010 edle Ritter und vornehme Edelfraue ihr Lager neben einem bunten Volk von Krämern, Handwerkern, Musikern und Gauklern. In einem großen Heerlager wird gezeigt, wie es im Mittelalter zuging. Ein außergewöhnliches Erlebnis versprechen "Die Ritter der finsteren Nacht" - ein Ritterturnier im Fackelschein mit großem Feuerspektakel und anschließendem Höhenfeuerwerk.
Der Ritterbund Hartmann von Aue lädt mit einem einmaligen, spektakulär historischen Ritterturnier am 29. und 30. Mai nach Hermannsburg in die südliche Lüneburger Heide ein. Mit circa 30 Reitern, mehr als 300 Akteuren, 100 Zelten einem großen Mittelaltermarkt und viel Rahmenprogramm wird die Dritte Deutsche Meisterschaft der Ritterschaften zu einem bunten Treiben und einer Zeitreise ins Mittelalter, die Sie nicht verpassen sollten.
Auch wenn Burg Brome noch bis 2011 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen hat, das Burgfest Brome wird am 14. + 15. August trotzdem stattfinden: Rings um die Burg können Sie sich ins Mittelalter zurückversetzen lassen. Nehmen Sie an den Turnieren der edlen Ritter des Ritterbundes Hartmann von Aue teil, genießen Sie die Musik oder schlendern Sie über den Markt. Handwerker vermitteln mit Originalwerkzeugen die alten Techniken. Sie können und sollen nicht nur fragen, sondern mitmachen ist wichtig. Probieren Sie aus, wie schwierig oder wie leicht es ist, Wolle zu spinnen, Eisen zu schmieden, Holznägel in Schuhe einzuschlagen oder Glas zu schneiden.
Mittelalterlich Phantasie Spectaculum® in Bückeburg
Lassen Sie sich ins 13. Jahrhundert zurückversetzen! Mit einem umfangreichen Programm bis spät in die Nacht präsentieren Ritter, Edelleute und Vaganten beim Mittelalterlich Phantasie Spectaculum® in Bückeburg am 10., 11., 17. und 18. Juli täglich über 10 Stunden erlebte und gelebte Geschichte, märchenhafte Unterhaltung, sowie spektakuläre Bühnenshows und Stunts.
Die Stadt Lingen schmückt sich mit dem Namen "Stadt der Kivelinge". Bis heute sind die Kivelinge eine Vereinigung unverheirateter Bürgersöhne (cives Lingenses). Sie verteidigten 1372, dem vermeintlichen Gründungsjahr der Vereinigung, die Stadt. Als Lohn erhielten sie das Recht, alle drei Jahre zu Pfingsten ihr großes Fest zu feiern. Ein Brauch, der sich bis in die heutige Zeit gehalten hat und viele Besucher von nah und fern anzieht: der Markplatz in Lingen verwandelt sich in einen Marktflecken des 16. Jahrhunderts. Die Gäste erwartet ein mittelalterliches Spectaculum, von Schaupiel über Kosterschule bis zum Kräftemesse auf dem Prügelbalken. Das nächste Mal ist es 2011 wieder soweit.
Lager- und Rittergruppen, viel Handwerk, Markttreiben, freie Schwertkämpfe mit bis zu 20 Teilnehmern gleichzeitig sowie viel Musik können Sie beim Burgfest in Bad Bederkesa erleben. Handwerker wie Zinngießer, Bogenbauer und Glasperlendreher zeigen mittelalterliche Handwerkskunst, ausgesuchte Händler laden zum Einkaufsbummel im hohen Mittelalter ein. Mittelalterliche Schaulager wie die "Vasallen Christi" und Musikgruppen wie "Fassdaubi" vermitteln einen Eindruck in das Leben im 13. und 14. Jahrhundert. Vom 31. Juli bis 1. August 2010 ist das Mittelalter zu Gast in Bad Bederkesa.
Kurse und Seminare zu Bogenbau, Mittelalterlichem Nähen und Kochen
Wer sich ernsthaft mit dem Mittelalter beschäftigt, weiß um die Schwierigkeiten, die sich auftun, wenn man glaubwürdig und originalgetreu die vielen Aspekte des damaligen Lebens wiedergeben und erleben möchte. Hier setzt die Arbeit des "1. Zentrums für Experimentelles Mittelalter in Deutschland" an. Über Forschung und Wissenschaft werden die Grundlagen ermittelt, diese im Experiment verfeinert, in Kursen (siehe Kursangebot im Internet) an eine breite Öffentlichkeit weitergegeben, in offenen Gruppen (z.B. in der Vechtaer Fechtschule oder der Schmiedegruppe) trainiert und erprobt, in Veranstaltungen wie den Burgmannen-Tagen am letzten vollen Wochenende im September einem großen Publikum vermittelt und gezeigt.