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Norderburg in Dornum

Barockes Wasserschloss im Dornumerland

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Die Norderburg
© Ostfriesland Tourismus GmbH

Die Norderburg in Dornum

In Dornum gab es um 1400 drei Burgen: die Wester-, Oster- und Norderburg. Die Westerburg wurde während der "Sächsischen Fehde" 1514 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Osterburg wurde später in Beningaburg umbenannt. Die Norderburg präsentiert sich heute als ein vor einigen Jahren restauriertes, barockes Wasserschloss, in dem die Kreisrealschule untergebracht ist.

Die Norderburg wurde 1514 fast völlig zerstört. Unter der Herrschaft der Familie von Closter, die aus der holländischen Provinz Drenthe stammte und in die Fa­milie Kankena eingeheiratet hatte, ent­stand im 17. und 18. Jahrhundert das heutige Wasserschloss im niederländi­schen Barock, in dessen Mauern noch Reste der alten Renaissanceanlage zu sehen sind.

Durch das Torhaus von 1678 mit seinem 1707 entstandenen Turmhelm gelangt man in die Vorburg. Der weite Platz, der in die von alten Bäumen gesäumte barocke Schlossallee mündet, ist von niedrigen Gebäuden umstanden, die einst Wirt­schaftsgebäude und der Marstall des Schlosses waren. Über eine Brücke, die von schildhaltenden, grimmigen Löwen bewacht wird, gelangt man zum Schloss­portal, über dem sich ein monumentaler Giebel erhebt. Im Mittelpunkt präsentiert sich Pallas Athene, die griechische Göttin der Weisheit und der "Kriegskunst" dem Betrachter. Der von der vierflügeligen Anlage umfasste Schlosshof ist in seiner Geschlossenheit und Intimität sehr reizvoll. Portale ver­schiedener Zeit- und Stilstufen, Sand­steinmedaillons und zwei steinerne Kettenhunde sind einer Betrachtung wert.

Im "Rittersaal" des Schlosses gibt es ein Deckengemälde, das Demeter, die Göttin der Natur, in perspektivischer Malerei darstellt. An der Wand hängen zwei ba­rocke Gemälde eines unbekannten Ma­lers. Das eine zeigt Hero Mauritz von Closter (1594-1673) mit vier Söhnen, das andere seine Gemahlin Almuth von Fridag (1604-1650) mit drei Töchtern. Wie es damals auf Familienporträts üblich war, wurde auch das nur wenige Tage alt ge­wordene jüngste Kind auf dem Totenbett mit dargestellt. Als dieses Gemälde ent­stand, trug man schon lange keine ost­friesische Tracht mehr, sondern hatte sich der Mode angepasst, die aus den Nieder­landen kam. Feine Spitzenkragen zieren die festtäglichen Gewänder. Die Kinder tragen Erwachsenenkleidung und die kleinen Jungen nach der damaligen Sitte Kleider. Die Bilder sind zwar nicht von ho­her Qualität, zeigen jedoch anschaulich, wie sich eine adelige Familie des Barock dem Beschauer darstellen wollte.

Weiter Informationen zu den ostfriesischen Schlössern finden Sie hier

Kontaktdaten

Norderburg Dornum

Schlossstraße 3, 26553 Dornumerland

Telefon: +49 (0) 4933 / 91880
Telefax: +49 (0) 4933 / 918820

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