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Neuniederdeutsch

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Fischerstatuen Alt- und Jungfischer in Neuharlingersiel
© Ostfriesland Tourismus GmbH

Fischerstatuen Alt- und Jungfischer in Neuharlingersiel

Mit dem Niedergang der Hanse im 17. Jahrhundert vergrößerte sich der hochdeutsche Einfluss in Norddeutschland. Gleichwohl hat sich in vielen Regionen Norddeutschlands bis heute in Teilen der Bevölkerung eine Zweisprachigkeit erhalten, wobei das Niederdeutsche (Plattdeutsch) als Nahsprache in den Familien und zwischen Einheimischen dient, während das Hochdeutsche in der Öffentlichkeit gesprochen wird und als überregionale Verkehrssprache fungiert. Wegen dieser Funktionsteilung des Niederdeutschen und Hochdeutschen ist das Niederdeutsche für Durchreisende wenig präsent. Erst seit dem 19. Jahrhundert gibt es Bestrebungen, die Rolle des Plattdeutschen als Schriftsprache zu stärken. Hierzu gehört auch der Gebrauch des Plattdeutschen als Sprache der Literatur. Zu den Begründern der neuniederdeutschen Literatur im 19. Jahrhundert gehören Fritz Reuter (1810-1874) und Klaus Groth (1819-1899), und bis heute werden Romane, Erzählungen und lyrische Texte auf Niederdeutsch geschrieben. Auch im Theater ist das Plattdeutsche heute präsent. Neben den vielen kleinen Bühnen sind hier vor allem das Ohnsorg-Theater in Hamburg zu nennen sowie die August-Hinrichs-Bühne, die seit 2006 eine von sechs Sparten des Staatstheaters in Oldenburg bildet (Niederdeutsches Schauspiel).

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