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Mühlen in der Grafschaft Bentheim

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Ostmühle in der Grafschaft Bentheim
© Grafschaft Bentheim Tourismus

Ostmühle in der Grafschaft Bentheim

Hunderte von Wind- und Wassermühlen haben einst im deutsch-niederländischen Grenzgebiet in der Grafschaft Bentheim gestanden. Die Geschichte der Mühlen in der Grafschaft Bentheim ist eng mit den Fürsten von Bentheim verknüpft. Fast alle Windmühlen waren einst unter fürstlicher Verwaltung. Einige wurden in neuerer Zeit liebevoll restauriert und sind heute zeitweise wieder in Betrieb.

Wie die Gildehauser Ostmühle. Kurz vor der niederländischen Grenze steht die holländische Turmwindmühle, ein sogenannter Erdholländer. Die Mühle wurde in den Jahren 1749/1750 aus Bentheimer Sandstein erbaut und hat eine lange ereignisreiche Geschichte hinter sich. Heute stellen Hobbybäcker bei Mahlwind im alten Backhaus nebenan aus dem frisch gemahlenen Korn knuspriges Brot her. Immer Samstags ist das Backhaus geöffnet.

Auch in Veldhausen wird heute noch Korn gemahlen. Die Windmühle vom Typ Galerieholländer in Veldhausen ist über 200 Jahre alt. Sie wurde 1789 erbaut, stand bei Betriebsaufnahme aber im Dienst der Güterverwaltung des Kurfürstentums Hannover, da die Grafschaft Bentheim damals an Hannover verpfändet war. Die Steine für den Bau stammen aus den Bentheimer Sandsteinbrüchen.

Während die Windmühlen die Landschaft nachhaltig prägten, liegen die Wassermühlen etwas versteckter.

Bei der Wassermühle Lage (erbaut 1720 an der Dinkel) handelt es sich um eine Unterschlagmühle mit zwei Rädern, die eine Korn- und eine Ölmühle antrieben. Bis 1914 hat die Mühle den kleinen Ort Lage selbst mit Elektrizität versorgt. Als die Dinkel in den Jahren 1930/1931 umgeleitet wurde, musste die Mühle mit elektrischer Kraft betrieben werden. Die Kornmühle blieb bis 1957 in Betrieb, die Ölmühle arbeitet seit dem ersten Weltkrieg nicht mehr. Sie gehört zur "Herrlichkeit Lage", einem kleinen Dorf, das von 1605 bis 1806 einen Sonderstatus mit eigener Gerichtsbarkeit hatte. Dieser Zustand war der Tatsache zu verdanken, dass man Lage beim Westfälischen Frieden von 1648 schlichtweg vergessen hatte.

Eine besondere Geschichte rankt sich um Nordbecks Mühle in Uelsen. Die Mühle wurde nachweislich erstmalig im Jahr 1610 erwähnt. Wahrscheinlich existierte der Hof mitsamt Mühle jedoch schon viel länger. Der heute überlieferten Sage nach gehörte die Mühle einst dem Grafen zu Bentheim. Der hatte sie den Nordbeck’s gegen einen jährlichen Pachtzins überlassen. Einmal hatte ein Nordbeck 19 Söhne, diese aßen soviel, dass Nordbeck Mühe hatte, den Pachtzins an den Grafen zu bezahlen. Als er dem Grafen von seiner Not erzählte, kam der Graf, um sich die Kinder anzusehen. Dabei flüsterte er Nordbeck ins Ohr, dass bei der Geburt des 20. Sohnes die Mühle ihm gehören würde. Und tatsächlich bekam Nordbeck im folgenden Jahr den 20. Sohn und die Mühle gehörte ihm.
1954 wurde die Mahlmühle stillgelegt. Gegenwärtig ist sie noch ab und zu als Holzmühle in Betrieb.

Weitere Informationen zu zahlreichen Wind- und Wassermühlen direkt auf der Homepage der Grafschaft Bentheim


 

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Telefax: +49 (0) 5921 / 961197

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