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Mit Hut und Stab auf Pilgerschaft

Pilgerwege führen auch durch die Mittelweser-Region

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Pilgerwege in der Mittelweser
© Mittelweser-Touristik GmbH

Pilgerwege in der Mittelweser

Bereits seit Jahrhunderten machen sich Menschen aus religiösen Gründen auf den Weg – sie pilgern. Pilgern bedeutet Abstand gewinnen von Gewohnheiten und von der Hektik des Alltages und zugleich ermöglicht das Pilgern, einen Weg zu sich selbst zu finden. Insbesondere durch Literatur und Reportagen in den Medien hat das Pilgern seit einiger Zeit wieder an Bekanntheit gewonnen und ist mittlerweile zum Trend geworden. Zwei geschichtsträchtige Pilgerrouten führen auch durch die herrliche Landschaft der Mittelweser-Region.

Mittelgebirge, Tiefebene und Flussauen, lebendige Städte und Orte der Ruhe – auf dem Pilgerrundweg „Sigwardsweg“ präsentiert sich eine vielfältige Landschaft. Sigward war von 1120 bis 1140 der 25. Bischof von Minden. Da zu seinen Ländereien auch das Vorwerk Idensen im Deistervorland gehörte, hatte er sich dort eine Grabeskirche mit kostbaren mittelalterlichen Fresken erbaut. Und weil er diesen Ort so liebte, soll er sehr oft den Weg von Minden nach Idensen zurückgelegt haben. Eine südliche und eine nördliche Route führen nach Idensen. Miteinander verbunden bietet dieser Rundweg 24 Pilgerstationen auf 170 km Länge und zeigt den kirchengeschichtlichen Reichtum eines Teils des Bistums Minden. Dabei verläuft der Pilgerrundweg von Minden u.a. über Bückeburg, Obernkirchen und Bad Nenndorf nach Idensen. Von dort führt der Weg weiter durch die Mittelweser-Region u.a. über Bad Rehburg mit Friederikenkapelle, Luccaburg, Kloster Loccum und Heimsen. Weitere Stationen sind Schlüsselburg mit Saalkirche, Schinna mit Benediktinerkloster und Nendorf mit Klosterkirche. Von der Dorfkirche in Buchholz geht es zur Lutherkirche in Raddesdorf, dann zur Romanischen Apostelkirche nach Övenstädt und zur St. Petrikirche in Petershagen. Wieder in Minden angekommen, zeigen sich der imposante Dom und weitere Kirchen.

Die alte Tradition der Pilgerutensilien wie Tasche, Hut, Stab oder Mantel und Pilgerpass gaben den Pilgern in früheren Zeiten Zollbefreiung und rechtlichen Schutz bei einer Grenzüberquerung. Der Pilgerpass belegt die zurück gelegte Strecke und dient in der heutigen Zeit als beliebtes Souvenir. Pilgerpass und Urkunde sowie Pilgerführer und Begleitlektüre sind erhältlich im Pilgerbüro im Haus der Kirche, Minden. Detaillierte Informationen zum Sigwardsweg gibt es unter www.sigwardsweg.de.

Eine weitere Möglichkeit aus dem Alltäglichen aufzubrechen, bietet ein Pilgerweg, der in Loccum in der Mittelweser-Region beginnt. Der Weg führt vom Kloster Loccum aus auf ca. 300 km Länge durch abwechslungsreiche Natur und folgt der Weser, Leine und Unstrut. Ziel ist das „Mutterkloster“ in Volkenroda, Thüringen. 13 Mönche des Zisterzienserordens aus Volkenroda machten sich 1163 auf den Weg nach Norden. Sie landeten in Loccum, wo sie ein neues Kloster gründeten. Entlang der Strecke befinden sich noch heute zahlreiche Klöster, Ruinen und Spuren des Zisterzienserordens. Der Pilgerweg zwischen Loccum und Volkenroda wurde 2005 ins Leben gerufen und verbindet die beiden Klöster miteinander. Eine alternative Nebenstrecke führt auf ca. 80 km Länge von Loccum rund um das Steinhuder Meer. Dabei geht es u.a. durch weite Wiesen und Moorflächen über Rehburg mit St. Martini-Kirche bis zum Kloster Mariensee in Neustadt und anschließend dann u.a. über Neustadt am Rübenberge und Münchehagen wieder zurück. Weitere Informationen und geführte Pilgerwanderungen gibt es unter www.loccum-volkenroda.de.

Die meisten Menschen denken, dass der berühmte Jakobsweg nur durch Frankreich und Spanien verläuft. Aber auch von Deutschland aus kann man sich auf einen der vielen Pilgerpfade begeben, deren Endpunkt das Grab des Apostels Jakobus im spanischen Santiago de Compostela markiert. Einer dieser Jakobswege – der baltische-westfälische – verläuft über Bremen, durch Weyhe und weiter nach Syke-Barrien. Ein kostenfreies Faltblatt informiert den Gast über diesen Weg und ein paar Wander-Tipps rund um die Gemeinde Weyhe.

„Auf 184 Kilometern Länge verläuft der Roswithaweg, ein Fernwanderweg, von Nienburg/Weser nach Bad Gandersheim. Namensgeberin ist Roswitha von Gandersheim, Kanonissin des Stiftes Gandersheim, die von ca. 935 – 973 n. Chr. gelebt hat. Aus dem Stift Gandersheim ist die heutige Stadt Bad Gandersheim in Niedersachsen hervorgegangen. Die Kanonissin gilt als erste deutsche Dichterin und als erste, die seit der Antike Dramen schrieb. Aufgrund ihrer Verehrung von Kaiser Otto I., verfasste sie ein in lateinischen Hexametern verfasstes Werk über seine Familiengeschichte und politisches Wirken. Bereits im Jahr 1973 hat der Hannoversche Wander- und Gebirgsverein aus Anlass des 1000. Todesjahres von Roswitha von Gandersheim den Roswithaweg entwickelt. Der Weg verläuft von der Mittelweser-Region über das Wesergebirge, den Ith und den Hils nach Bad Gandersheim am Harzrand. Er reicht vom Flachland bis in die Höhe von 1200 Metern und ist durchgehend vom Hannoverschen Wander- und Gebirgsverein markiert.“

Kostenfreie Faltblätter zu den Pilgerwegen sind erhältlich bei Mittelweser-Touristik GmbH

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