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Mit allen Registern!

Eine Kirche ohne Orgel ist wie Grünkohl ohne Bregenwurst

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Schloss Bückeburg, Burgkapelle
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Schloss Bückeburg, Burgkapelle

Willkommen im Orgelland Niedersachsen! Nirgendwo sonst in der Welt gibt es eine derartige Vielzahl an original erhaltenen Orgeln. Mehr als 200 Meisterwerke aus sechs Jahrhunderten verwandeln die Kirchenlandschaft des Nordens immer wieder in ein mitreißendes Klangmeer. Die musikalischen Denkmäler aus Zeiten der Gotik, des Barock und der Romantik sowie zahlreiche klangvolle Neubauten locken Jahr für Jahr bedeutende Organisten und begeisterte Orgelfans aus aller Welt in die norddeutsche Tiefebene. Dieser Region Deutschlands entstammt übrigens auch einer der wichtigsten Orgelbauer Europas.

Eine Pfundspfeife
Arp Schnitger (1648 –1719) schuf mehr als 100 Orgelneubauten und gilt als Vollender der norddeutschen Barockorgel. Seinen ersten großen Auftrag bekam der Sohn eines Tischlers vom Hamburger Kirchenvorstand der St.-Nikolai-Kirche, für die er ein Instrument mit 67 Registern, vier Manualen und mehr als 4.000 Pfeifen konstruierte. Die stattlichste dieser Pfeifen, das 32-füßige C, wog sagenhafte 860 Pfund. Seinerzeit war die Orgel vermutlich das größte Instrument der Welt und legte den Grundstein für Schnitgers internationalen Ruhm. Während diese Orgel dem großen Brand von Hamburg 1842 zum Opfer fiel, sind allein in der Region Stade etwa zwölf von Schnitger oder seinen Schülern erschaffene Instrumente zu bewundern.

Klangvoller Kuhhandel
Ein ganz besonderes Kleinod ist die Orgel der Rysumer Kirche – eine der ältesten bespielbaren und in ihrem Pfeifenbestand weitestgehend erhaltenen Orgeln weltweit. Das fragile Instrument umfasst sieben Register und besitzt ein kräftiges Klangspektrum. Finanziert wurde das Meisterwerk angeblich von Rysumer Bauern, die den Instrumentenmacher Meister Harmannus anno 1457 mit ihren besten Rindern entgolten.

Kunstvoll restauriert
Absolut sehens- und hörenswert ist auch die 1859 von Philipp Furtwängler erbaute Orgel in der Buxtehuder St.-Petri-Kirche. Sie zählt zu den bedeutendsten Instrumenten des frühromantischen Orgelbaus in Norddeutschland. Nach einer aufwendigen Restaurierung durch Rowan West (2007) erklingt sie heute wieder im ursprünglichen Klangspektrum.

Ganz neue Töne
Ein zeitgenössischer Könner seines Fachs ist der Marburger Orgelbauer Gerald Woehl, der mit der 1993 fertig gestellten Symphonischen Orgel für die St.-Petri-Kirche in Cuxhaven ein modernes Klangdenkmal von unschätzbarem Wert erschaffen hat. Insbesondere die Werke des 19. und 20. Jahrhunderts ertönen darauf in den schönsten Nuancen – vom Fortissimo bis zum Pianissimo.

Alles Unikate
Jede Orgel Niedersachsens ist einzigartig, jede hat ihren ganz besonderen Reiz und ihren ganz eigenen klanglichen Charme. Und sie alle sind eine Reise wert.
 

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