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Klappern gehört zum Handwerk

Ein Ausflug zu den flügelschwingenden Bauwerken

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Mersmühle in Haren
© Emsland Touristik GmbH

Mersmühle in Haren

Der Weg vom Korn zum Brot

Das Knarren der alten Eichenbohlen, das Pfeifen des Windes im Gebälk und dazu das rhythmische Rattern des großen Mühlsteins: Es gibt Orte, an denen die Zeit auf magische Weise still zu stehen scheint. Wer einmal eine historische Mühle besichtigt hat, kennt dieses einzigartige Gefühl. Fast scheint es, als ob der Müller jeden Moment die hölzerne Stiege empor klettert, um einen Sack Getreide in das Mahlwerk zu schütten.
Ob Wind- oder Wassermühle – jedes dieser imposanten Bauwerke erzählt eine Geschichte.

In Papenburg nehmen gleich zwei Windmühlen ihre Besucher mit auf eine Zeitreise.                                                                                                            Die Bockwindmühle an der Wiek ist nicht nur die älteste Mühle des Emslandes, sondern auch die einzige, die mit ihrem kompletten Mühlenkörper in den Wind gedreht werden kann. Über eine besondere technische Raffinesse verfügt Meyers Mühle: Ausgestattet mit einer Dampfmühle konnte der Müller einst auch bei Windstille sein Korn schroten und mahlen. Und auch heute noch wird hier regelmäßig gemahlen und anschließend das beliebte Mühlenbrot gebacken.
Frisch gebackenes, verführerisch duftendes Brot erwartet auch die Gäste der Mersmühle in Haren. Dort können sie sich über den Weg „vom Korn zum Brot“ informieren. Zahlreiche detailgetreue Mühlenmodelle sowie eine Ausstellung über die Entwicklung des Getreideanbaus versetzen die Besucher immer wieder ins Staunen.
Über 200 Jahre alt ist die Enking’s Mühle in Emsbüren. Im Inneren der Holländerwindmühle sieht alles aus, wie anno dazumal: hölzerne Stiegen, ein Mahlstein, Waagen und Flaschenzüge für die Mehlsäcke. Und genau wie damals wird heute hier noch Roggen geschrotet und zu dem berühmten Emsbürener Pumpernickel für die Schwarzbrottorte des Mühlencafés verarbeitet.
Auch in Meppen erwarten zwei flügelschwingende Bauwerke die Besucher. Zum einen die Höltingmühle, malerisch am Zusammenfluss von Hase und Dortmund-Ems-Kanal gelegen und eine ideale Einkehrmöglichkeit, zum anderen die Herrenmühle. „Sommer an der Herrenmühle“ lautet jedes Jahr das Motto einer großen Veranstaltungsreihe. Dann finden in der idyllisch an der Nordradde gelegenen Wassermühle Konzerte und Lesungen statt.
Ein wenig weiter nördlich klappert auch in Hüven eine sehenswerte Mühle am Bach. Das Besondere: Die Hüvener Mühle ist eine der seltenen erhaltenen kombinierten Wind- und Wassermühlen Europas. Dieses technische Wunderwerk lässt sich am besten bei einer Führung erkunden. Dann wird natürlich auch die wichtigste aller Fragen geklärt: Warum klappern Mühlen eigentlich?
Dieses für Mühlen so charakteristische Geräusch erklingt in Lengerich bereits seit über 450 Jahren. Eingebettet in eine idyllische Wald- und Teichanlage liegt die komplett restaurierte Ramings Mühle. Rund um diese historische Wassermühle dreht sich alles ums „Mahlen und Backen“. Mittelpunkt des gleichnamigen Romantik-Hotels mit hervorragender Gastronomie und großzügigem Wellnessbereich ist die Aselager Mühle in Herzlake.
Das sind aber bei Weitem nicht die einzigen Wind- und Wassermühlen im Emsland. Sehenswert sind auch die Kreutzmanns Mühle in Werlte, die Mühle in Wippingen, die Hilter Mühle in Lathen, die Autmaring'sche Mühle in Emsbüren, die Windmühle in Clusorth Bramhar, die Hesemannsche Mühle in Handrup sowie die Wassermühle Bruneforth in Groß Stavern.

Übrigens: Am Pfingstmontag findet der jährliche „Deutsche Mühlentag“ statt. Alle Mühlen bieten an diesem Tag ein besonderes Programm an – von kostenlosen Führungen über Handwerkermärkte bis hin zum Brotbacken.

 

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