Noch heute steht der Name Käthe Kruse (1883-1968) für eine der berühmtesten deutschen Puppen. Aus armen Verhältnissen kommend, feierte sie bereits mit 17 Jahren als Schauspielerin Erfolge auf den Theaterbühnen in Berlin. Mit dem berühmten Bildhauer Max Kruse lebte sie entgegen den damals gültigen Konventionen mehrere Jahre in „freier Ehe“. In der Gemeinschaft der Lebensreformer auf dem Monte Verità (Schweiz) und unter dem Einfluss von Max Kruse, der sie ermutigte, künstlerisch tätig zu werden, begann sie 1905 für die beiden gemeinsamen Kinder Puppen zu fertigen.
1910 stellte sie ihre „Puppen aus eigener Hand“ erstmals der Öffentlichkeit vor. Ihre „kindgerechten“ Kreationen trafen den Nerv der Zeit. Mit unternehmerischem Gespür baute sie die „Käthe Kruse Puppenwerkstätten“ auf und führte diese bis 1957 durch alle wirtschaftlichen und politischen Krisen zu internationalem Erfolg.
Die Ausstellung zeigt nicht nur die von Käthe Kruse entwickelten Puppentypen, die in Spielszenen aufgebaut sind, sondern nimmt auch Bezug auf die künstlerischen und gesellschaftlichen Einflüsse, von denen diese ungewöhnliche Frau geprägt wurde.
Montags geschlossen!
Uhrzeit
10:00 - 17:00 Uhr
























































