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Energie-Entdecker Route Mittelweser (Südroute)

Die Vielfalt der Energiegewinnung entdecken

Rundradweg Diese Tour ist geeignet für: Tourenrad geeignet für Tourenräder

Warum blitzt es bei Gewitter? Wie wird Strom erzeugt? Was sind erneuerbare Energien? Wie entsteht Biogas? Was sind Energiepflanzen? Antworten auf diese Fragen finden Sie auf der  Energie-Entdeckerroute Mittelweser. Die ca. 100 km lange Route ist in eine Nord- und Südroute geteilt und verbindet unterschiedliche Energiestandorte, die alle eines gemeinsam haben: Sie beweisen, dass die Nutzung erneuerbarer Energien in der Mittelweser-Region längst alltäglich ist. Die Südroute führt Sie auf 65 km an 13 Stationen entlang. Die ersten 8 Energiestandorte erleben Sie auf der Nordroute. Zu erkunden sind in die Praxis umgesetzte Beiträge zur Stromversorgung und zum Klimaschutz.

Energie-Entdeckerroute Mittelweser – Teilroute Süd

Station 9: Windpark Glissen-Bühren
Der Windpark besteht aus sieben VESTAS-Windenergieanlagen. Die Windräder sind rund
100 m hoch und die Rotoren haben einen Durchmesser von 52 m. An Schadstoffen werden jährlich 5.000 t Kohlendioxid gegenüber der herkömmlichen Stromproduktion eingespart.

Station 10: Photovoltaikanlage Mainsche
Die 400 m² große Photovoltaikanlage fängt jährlich 950 kWh Sonnenenergie je m² ein. Die Anlage liefert jährlich rund 40.000 kWh Strom. Das deckt etwa den jährlichen Stromverbrauch von zehn vierköpfigen Haushalten.

Station 11: Versuchsumspannwerk Mainsche
Die in Kraftwerken erzeugte Energie steht unter Hochspannung von mehr als 50.000 V und wird über Hochspannungsleitungen ins nächste Umspannwerk geleitet. Dieser Strom steht dann den Endverbrauchern zur Verfügung. Das Mainscher Umspannwerk ist etwas ganz Besonderes. Dort wird versuchsweise eine Technik eingesetzt, mit der die starken Schwankungen ausgeglichen werden sollen, die von der wechselhaften Einspeisung durch die Vielzahl der nahe gelegenen Windparks herrühren.

Station 12: Biogasanlage Sudholz
Eine Biogasanlage ist ein Kraftwerk, das auf biologische Weise aus Gülle oder Pflanzenmaterial Energie gewinnt und in dem sogar noch hochwertiger Dünger als „Abfallprodukt“ anfällt. Das erspart der Umwelt die Emission von mehr als 1.300 t Kohlendioxid im Jahr.

Station 13: Torfgewinnung Großes Borsteler Moor
Torf war in Norddeutschland in früheren Zeiten wichtiger Brennstoff und vor Entdeckung der Kohle die einzige Alternative zum Holz. Torfabbau ist heute an strenge Auflagen gekoppelt. Nach erfolgter Abtorfung werden die Flächen wiedervernässt, so dass sich die torfbildenden Moore wieder generieren können. Im Durchschnitt dauert es zehn Jahre, bis sich ein Zentimeter Torf gebildet hat, für einen Meter braucht es also 1000 Jahre.
Hinweis: In Moorgebieten gilt absolutes Rauchverbot!

Station 14: Biogasanlage und Nahwärmenetz Düdinghausen
Auf einer Fläche von rund 500 ha werden die Rohstoffe angebaut, die die Biogasanlage Düdinghausen benötigt, um mittels eines eingebauten Blockheizkraftwerks jährlich rund 7,4 Mio kWh Strom zu produzieren – genug um etwa 1800 vierköpfige Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. In Düdinghausen wird außerdem die Abwärme des Blockheizkraftwerks über ein 7,5 km langes Nahwärmenetz an 38 Haushalte in der Umgebung weitergeleitet – die sich dadurch eine eigene Heizung buchstäblich sparen können.

Station 15: Große Biogasanlage Steyerberg
Die hier erzeugte elektrische Energie entspricht dem Verbrauch von rund 2.750 Vier-Personen-Haushalten und hilft gegenüber dem üblichen Energiemix bei der Stromerzeugung ca. 5.600 t des klimaschädlichen CO2 einzusparen.

Station 16: „Lebensgarten“ Steyerberg
Die erste Solartankstelle in Niedersachsen! Der Lebensgarten ist ein 1984 gegründetes Projekt, in dem Menschen auf der Basis von Ökologie, Spiritualität, Kreativität und Toleranz harmonisch miteinander leben wollen. Der nachhaltige Umgang mit der Umwelt spielte im Lebensgarten schon eine Rolle, als im Rest Deutschlands davon noch keine Rede war. 1991 wurde dort neben vielen anderen Öko-Projekten die erste Solartankstelle Niedersachsens eingerichtet.

Station 17: Wassermühle Steyerberg
Die Meyersieksche Mühle ist wirklich etwas Besonderes: Bei ihr handelt es sich - urkundlich belegt - um die zweitälteste Wassermühle Niedersachsens! 1679 wurde das Gebäude zum ersten Mal umfassend renoviert; um 1900 bekam die Mühle ihre heutige Gestalt. Im Zuge dieser Umbaumaßnahmen wurden 1897 die Wasserräder durch zwei Turbinen ersetzt, die – neben dem Mühlbetrieb – zur Stromgewinnung dienten. Die jetzigen Turbinen erzeugen im Jahr rund 500.000 kWh Strom – die Energiemenge genügt, um 125 vierköpfige Haushalte jedes Jahr mit elektrischer Energie zu versorgen. Außerdem vermeidet diese umweltfreundliche Art der Stromgewinnung jährlich den Ausstoß von rund 260 t des klimaschädlichen CO2.

Station 18: Erdwärme-Lehrstation
Erdwärme (Geothermie) ist eine alternative Energieform, die praktisch unbegrenzt zur Verfügung steht. Die Erdwärme-Lehrstation der Fa. Nordmann in Steyerberg gibt über verschiedene Anwendungsfelder Auskunft. Der Einsatz von Wärmepumpen in Verbindung mit Erdwärme vermeidet den Ausstoß von Kohlendioxid. Zwar muss für den Betrieb der Wärmepumpen selber elektrischer Strom verwendet werden. Unterm Strich wird mit dieser Technologie dennoch massiv CO2 eingespart.

Station 19: Windenergiepark Steyerberg-Reese
Die 25 Anlagen des Windenergieparks Steyerberg-Reese könnten rein rechnerisch jedes Jahr fast 11.000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgen. Gegenüber herkömmlicher Stromerzeugung mit dem üblichen Energiemix werden hierdurch  rund 22.500 t CO2 im Jahr eingespart. Die Abmessungen der Steyerberger Windräder sind beachtlich: Die Gesamthöhe der meisten Anlagen beträgt fast 100 Meter. Der Rotordurchmesser der Windkraftanlagen misst bis zu 70 Meter – das entspricht fast der Höhe der Martinskirche in Nienburg, die mit 72 m über den höchsten Kirchturm der Region verfügt.

Station 20: Photovoltaikanlage CPE-Liebenau
Welches Versorgungspotenzial erneuerbare Energien bergen, lässt sich an Photovoltaikanlagen besonders gut verdeutlichen: Die 1670 Quadratmeter große Solaranlage der CPE gewinnt im Jahr rund 212.500 kWh Strom aus dem Sonnenlicht – und das im recht kühlen Norddeutschland. Die jährliche „Stromernte“ genügt für die Versorgung von 53 Haushalten und vermeidet den Ausstoß von rund 110 t Kohlendioxid jährlich.

Station 21: Wassermühle Liebenau
Die erstmals 1298 erwähnte Wassermühle Liebenau war über Jahrhunderte eine reine Kornmühle, das heißt, sie diente zum Mahlen von Getreide. 1859 wurde der Kornmühle eine Sägemühle angegliedert; insgesamt trieb die Aue nun vier Mühlräder an. 1913 – im Zuge eines umfassenden Umbaus – wurden die Wasserräder durch eine Turbine ersetzt. Auch nachdem der Mühlbetrieb in den 70er Jahren eingestellt wurde, läuft die Turbine weiter und erzeugt Strom: Der Strom gelangt ins öffentliche Netz und vermeidet den Ausstoß von rund 170 t Kohlendioxid jährlich.

Beschilderung

Der ca. 100 km lange Streckenverlauf ist ausgeschildert und mit folgendem Logo gekennzeichnet.

 

 

 

 

 

Schwierigkeitsgrad und Streckencharakteristik

Die Energie-Entdeckeroute verläuft durch überwiegend ebenes Gebiet. Die vorwiegend flache Strecke ist überwiegend asphaltiert und führt zumeist über verkehrsarme Straßen und Wege. Sie weist somit keinen besonderen Schwierigkeitsgrad auf und ist auch für weniger geübte Radler und Familien mit Kindern gut zu meistern.

Kontaktdaten

Mittelweser Logo

Mittelweser-Touristik GmbH

Lange Straße 18, 31582 Nienburg

Telefon: 05021 91763-0
Telefax: 05021 91763-40

E-Mail schreiben: info@mittelweser-tourismus.de
Webseite besuchen:

Tourendaten DownloadTourendaten Download

Hier können Sie sich die Daten der Energie-Entdecker Route Mittelweser als gpx-Datei für Ihr GPS-Gerät oder als kml-Datei zur Ansicht in Google-Earth downloaden.

Bus & BahnBus & Bahn

Der Ausgangspunkt Nienburg ist mit der Bahn sehr gut ab Hannover oder Bremen zu erreichen. Es bestehen regelmäßige Verbindungen mit IC und Regional-Express. In den Regional-Express-Zügen ist eine Fahrradmitnahme ohne Reservierung möglich, die Plätze sind jedoch begrenzt.
Bei größeren Gruppen empfiehlt sich deshalb eine vorherige Anmeldung. Informationen hierzu gibt es beim 24-Stunden-Service der Deutschen Bahn unter +49 (0) 1805 / 996633 (14 ct/min dt. Festnetz, Mobilfunk max. 42 ct/min) oder bei der Nord-West-Bahn unter +49 (0) 1805 / 600161 (14 ct/min dt. Festnetz, Mobilfunk max. 42 ct/min).

Literatur- und KartentippsLiteratur- und Kartentipps

Weitere Informationen zur Strecke und eine grobe Übersichtskarte finden Sie in dem Flyer zur Tour. Erhältlich ist der Flyer bei der Mittelweser-Touristik GmbH (s. Kontaktdaten).

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