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Das Celler Glockenspiel

Glockenspiel mit langer Tradition

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Glockenspiel in Celle
© Celle Tourismus und Marketing GmbH (CTM)

Glockenspiel in Celle

Das Celler Glockenspiel erklang zum ersten Mal am 28. Juli 1973 am Markt.
Die Idee hierzu geht aus dem 1842 in Celle gegründeten Juwelier- und Uhrenfachgeschäft C.A.W. Schnell hervor.


Im August 1974 wurde es aber erst mit Unterstützung durch Rat und Verwaltung der Stadt Celle möglich, den zum Glockenspiel geplanten Figurenumlauf in Betrieb zu nehmen.


Nach Schließung des Juweliergeschäftes übernahm die Stadt Celle das Glockenspiel. Seit 2010 ist es an der Westfassade des Geschäftshauses Zöllnerstraße/Ecke Poststraße zu bestaunen.


Zweimal täglich ist der Klang des Glockenspiels zu hören, um 13 und um 17 Uhr!

Die Figuren des Celler Glockenspiels

Die Figuren sind aus Holz geschnitzt und stellen Celler Persönlichkeiten von historischer Bedeutung dar. 570 kg wiegt die gesamte Anlage mit 16 Bronzeglocken, den fünf Figuren und dem Umlaufkasten. Sie sehen:
Herzog Otto der Strenge (1266-1330)
Er verlieh am Pfingsttage 1292 Celle das Stadtprivileg und begünstigte die Umsiedlung der Bürger aus Altencelle in die neue Stadt. 1301 verlieh er der Stadt Celle ein eigenes Stadtrecht in niederdeutscher Sprache.

Herzog Ernst der Bekenner (1497-1546)
Nach seinen Studienjahren in Wittenberg regierte er mit seinem Bruder Otto bis 1527 gemeinsam. Er wurde zu einem der standfestesten protestantischen Fürsten, der 1530 zusammen mit seinem Bruder Franz die Augsburgische Confession unterschrieb, wodurch die Reformation auch in Celle Einzug fand. 1530 erfolgte durch ihn die erste Stadterweiterung.

Königin Caroline Mathilde von Dänemark (1751-1775)
Eine Schwester des Königs Georg III. Sie heiratete 1766 König Christian VII. von Dänemark und wurde von ihm 1772 nach einer Affäre mit dem Arzt und dänischen Staatsminister Johann Friedrich Struensee geschieden. Sie lebte als Verbannte von 1772 bis 1775 im Celler Schloss. An die Königin, deren Gebeine in der Fürstengruft der Celler Stadtkirche ruhen, erinnert auch das Denkmal im Französischen Garten

Ludwig Christoph Heinrich Hölty – Dichter – (1748-1776) Er verbrachte zwar nur seine Jugendjahre auf dem Celler Gymnasium, ist aber gleichwohl fester Bestandteil der Stadtgeschichte. Hölty war einer der Mitbegründer des Göttinger Hainbundes. Seine wehmütig-gefühlvollen Gedichte zeichnen sich durch feines lyrisches Empfinden aus.

Hermann Löns – Heidedichter – (1866-1914)
Bei seinen Wanderungen durch die Heide kam er oft in die alte Herzogstadt Celle, wo er sich immer wohlgefühlt hat. Insbesondere ist Löns der Dichter der Lüneburger Heide, der Tier- und Pflanzenleben als Jäger und Künstler beobachtete und in Stimmungsbildern, in ernsten und heiteren Tier- und Jagdgeschichten, geschildert hat. Seine Gedichte nähern sich dem Volkslied und viele wurden durch ihre Vertonung weit verbreitet. Er fiel im ersten Weltkrieg am 26. September 1914 vor Reims.

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