Im Süden der Lüneburger Heide, nur wenige Kilometer nördlich von Celle zwischen den idyllischen Heideorten Eschede, Hermannsburg, Müden/Örtze, Unterlüß und Winsen an der Aller erstreckt sich der ca. 480 km² große Naturpark Südheide.
Die Böden, Geologie und das Relief im Naturpark Südheide stammen aus der Eiszeit. Die durch diese Zeit entstandenen armen Sandböden waren bis zum Mittelalter von lichten Eichen-Mischwäldern bedeckt, die durch menschliche Einflüsse (Holzeinschlag, Waldweide, Laubstreunutzung) fast völlig entwaldet wurden. Auf den nährstoffarmen Sandböden entstanden riesige Heideflächen. Ende des 18. Jahrhunderts wurden jedoch große Teile der Heide wieder aufgeforstet. Die Wälder im Naturpark Südheide sind hauptsächlich Nadelwälder bestehend aus Kiefern und Fichten. Kernstück ist heute der 8.000 ha große Lüßwald, der zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten Niedersachsens zählt. Der Lüßwald mit seinen naturnahen Laubwaldbeständen aus alten Buchen und Eichen liegt im Nordosten des Naturparks. Ob im Frühjahr das frische Grün der Blätter oder im Herbst die farbenfrohe Laubfärbung – der Lüßwald bietet zu jeder Jahreszeit eine faszinierende Atmosphäre für lange Spaziergänge, Radtouren oder Ausritte. Doch auch das Urstromtal der Aller und der Örtze mit ihren charakteristischen Rand- und Beckenmooren, die sich durch die Schmelzwasserströme der Gletscherrückbildung bildeten, sind Zeitzeugen der damaligen Eiszeit.
Nur wenige Straßen und Schienen durchziehen den dünn besiedelten Naturpark Südheide. Die Ruhe und Abgeschiedenheit der intakten Naturlandschaft ist die Heimat zahlreicher bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Kraniche, Schwarzstörche, Fischotter, Bachforellen, Bachneunaugen und Flussperlmuscheln können hier noch entdeckt werden. Der kleine Heidefluss Lutter z.B. beheimatet über 160 gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Ein besonders wichtiger Bestandteil der Landschaft sind die in die Wälder eingestreuten Heideflächen rund um Müden/Örtze und Hermannsburg, die zur Blütezeit zwischen dem 08. August und 09. September zur Attraktion werden.
Besonders gut lässt sich der Naturpark Südheide zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Kilometerlange, gut ausgeschilderte Wander- und Radwege führen durch die abwechslungsreiche Landschaft. Für Reiter ist er mit seinem gut ausgeschilderten Reitroutennetz und seinen festen Sandböden geradezu ideal. Gemütlicher geht es bei einer Kutschfahrt durch die Heideflächen, die rund um Hermannsburg und Müden/Örtze liegen.
























































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